Nächster Kurs im Herbst – Ausbildung zur INSOFA

Der Zertifikatskurs des Deutschen Kinderschutzbundes OV Dresden e.V. zielt auf die Entwicklung, Erweiterung und Festigung von Beratungskompetenzen in Bezug auf Kindeswohlgefährdung ab. Das Konzept beinhaltet 4 Module und legt den Schwerpunkt auf die praktische Arbeit als insoweit erfahrene Fachkraft gem. §8a SGB VIII (INSOFA).

Termine:
Modul 1     von 15.10.2019 bis 16.10.2019, 9.00 – 16.30 Uhr
Modul 2     von 07.11.2019 bis 08.11.2019, 9.00 – 16.30 Uhr
Modul 3     von 21.11.2019 bis 22.11.2019, 9.00 – 16.30 Uhr
Modul 4     von 19.12.2019 bis 20.12.2019, 9.00 – 16.30 Uhr

Ausführliche Informationen zum Inhalt und der Anmeldung erhalten Sie hier.

Kulturmittler auf Minijob-Basis gesucht

Für unsere Arbeit im Hort mit über 250 Kindern aus vielen Nationen suchen wir Unterstützer, die als Kulturmittler interkulturelle Brücken zwischen Kindern, Eltern und Erzieher*innen bauen und uns in der täglichen pädagogischen Arbeit begleiten möchten.
In unserem Hort in der 102 Grundschule „Johanna“ auf der Pfotenhauerstraße 40 begleiten wir Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse nachmittags nach dem Schulunterricht. In vielen Familien ist arabisch die Herkunftssprache. Gerade für viele Kinder, die noch nicht lange in Deutschland leben, ist ihre Muttersprache eine wichtige Basis, um sich auszudrücken und mit Kindern gleicher Sprache in Kontakt zu kommen. Die deutsche Sprache lernen Kinder im Schul- und Hortalltag schnell dazu. Das Verbinden zweier unterschiedlicher Kulturen ist nicht immer ganz so leicht und schnell gemacht.

Wir suchen:

  • Menschen, die gern mit Kindern arbeiten
  • Menschen, die arabisch gut bis sehr gut sprechen
  • Menschen, die offen und tolerant mit vielfältigen Kulturen, Religionen und Lebensweisen umgehen können
  • Menschen, die neugierig und mit Herz auf Kinder, Eltern und Erzieher*innen zugehen können und wollen
  • Menschen, die nachmittags Zeit haben

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem fröhlichen dynamischen Team
  • 250 ebenso fröhliche und muntere Kinder
  • Möglichkeiten, eigene Stärken, Fähigkeiten und Ideen einzubringen
  • Aufwandsentschädigung entsprechend Minijob-Basis

Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt im „Kunterbunten Hortplanet“.
Ihr Ansprechpartnerin: Frau Ziegenbalg
Telefon: 0351 44 00 258

 

Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe!

Was tun, wenn die Mutter chronisch krank ist und Pflege braucht? Wenn kein anderer da ist, um ihr zu helfen? Kinder und Jugendliche springen in einer solchen Situation ganz selbstverständlich als Pflegeperson ein – sehr viel häufiger, als man denkt. In Deutschland gibt es hochgerechnet 230.000 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ein krankes Familienmitglied pflegen. Da sich diese jungen Pflegende häufig nicht als solche wahrnehmen und auch nicht von außen wahrgenommen werden wollen, sind sie beinahe unsichtbar und nur schwer zugänglich.

Mit dem Projekt „Pausentaste“ beim Kinder- und Jugendtelefon hat die Nummer gegen Kummer ein Angebot geschaffen, das junge Pflegende mit gezielter Beratung und Information bundesweit  unterstützen will. Denn die Betroffenen sind mit der Pflege und Verantwortung häufig überfordert. Daraus können sich nachteilige psychische, soziale und schulische Folgen ergeben. „Pausentaste“ hilft jungen Pflegenden dabei, Pausen einzulegen, zu reflektieren, Hilfsangebote wahrzunehmen oder über die eigene Situation zu sprechen – auch anonym.

Mit der Fortbildung zum Thema „Pflegende Kinder und Jugendliche“  wurde den ehrenamtlichen Telefonberater*innen ein Einblick in die Lebenssituation von Kinder und Jugendlichen mit Pflegeverantwortung gegeben und sie gezielt auf Beratungsanfragen vorbereitet. Des Weiteren wurden sie über sinnvolle Hilfsmöglichkeiten  zur Entlastung informiert und bekamen Gelegenheit, ihre Beratungskompetenzen zu dem Thema weiterzuentwickeln. Als Referentin für diese Weiterbildung stand uns Frau Gratz aus dem Projekt „Pflege in Not Brandenburg“ zur Verfügung. Unsere Telefonberater*innen waren von der Veranstaltung begeistert und konnten viele Impulse für ihre ehrenamtliche Arbeit am Kinder- und Jugendtelefon „mitnehmen“.

Ramadan-Fasten von Kindern und Jugendlichen

Dresden, 23. April 2019. Vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan weisen der Kinderschutzbund (DKSB) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf mögliche Folgen des Fastens für Kinder und Jugendliche hin. Familien sollten in ihrem Wunsch unterstützt werden, ihre Religion auszuüben, Risiken für die Gesundheit von Kindern müssen aber im Blick behalten werden. Zu diesem Zweck hat der DKSB eine Handreichung mit Empfehlungen für Lehrer*innen, Ärzt*innen und andere Fachkräfte entwickelt. Der Ramadan findet in diesem Jahr vom 5. Mai bis 4. Juni statt.

Während des Fastenmonats Ramadan dürfen gläubige Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Die islamischen Fastenregeln lassen allerdings verschiedene Ausnahmen zu, zum Beispiel für Ältere, Schwangere, bei Krankheit, auf Reisen und auch bei Kindern. Dennoch fasten viele Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Die Fastenregeln strikt einzuhalten kann aber für Kinder spürbare Folgen haben. „Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme kann zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit führen und auch das Schlafverhalten kann sich durch strenges Fasten verändern“, erklärt Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ. „Besonders in dieser Zeit, in der Zeugnisse und Schulabschlüsse anstehen, fordert das die Kinder sehr. Gerade dann benötigen sie genügend Schlaf, gesunde Nahrung und ausreichend zu Trinken.“

Um Eltern, Ärzt*innen, Lehrer*innen und andere pädagogische Fachkräfte auf die gesundheitlichen Risiken des Fastens hinzuweisen und sie bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung zu unterstützen, hat der Kinderschutzbund eine Handreichung zum Thema entwickelt. „Ganz wichtig ist eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten und gegenseitiges Verständnis“, so Frau Heubner-Christa vom Ortsverband Dresden. „Unser Ziel ist es, dass Kinder, die fasten möchten, dies altersgerecht und ohne ihre Gesundheit zu schädigen tun. Denn am Ende ist das Wohl des Kindes und sein gesundes Aufwachsen das Wichtigste.“

Im Umgang mit dem Ramadan-Fasten von Kindern und Jugendlichen empfiehlt der Kinderschutzbund konkrete Handlungsschritte. So rät er Eltern, die verantwort-lichen Lehrer*innen oder Erzieher*innen darüber zu informieren, dass ihre Kinder fasten. Gleichzeitig sollten Eltern informiert werden, dass Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen und Horte oder auch Sportvereine verpflichtet sind, einzugreifen, wenn sie gesundheitliche Einschränkungen erkennen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, dass Eltern und Kinder gemeinsam nach einer kindgerechten Lösung suchen, empfiehlt der DKSB. Denkbar wäre etwa, dass das Kind nur am Wochenende fastet, oder nur an einem Tag in der Woche, z.B. am Sonnabend, oder auch nur stundenweise.

Die Handreichung des Kinderschutzbundes zum Ramadan-Fasten von Kindern und Jugendlichen finden Sie hier: https://www.dksb.de/de/ueber-uns/stellungnahmen/

Ausbildung zum ehrenamtlichen Telefonberater

Frau am TelefonDas Elterntelefon sowie das Kinder- und Jugendtelefon sind kostenfreie telefonische Gesprächs- und Beratungsangebote. Das peer-education Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ stellt eine Erweiterung zum Kinder- und Jugendtelefon dar. Das Elterntelefon richtet sich an Eltern, Erziehende und an der Erziehung von Kindern interessierte Menschen – das Kinder- und Jugendtelefon an Heranwachsende aller Altersstufen. Alle drei Projekte in Dresden sind Mitglied im Dachverband des bundesweiten Netzwerkes „Nummer gegen Kummer e.V.“.
Die Beratungstelefone garantieren den Anrufenden absolute Anonymität und Verschwiegenheit. Sie wollen ein erster Ansprechpartner für die vielfältigen Fragen, Probleme und Ängste der Anrufenden sein. Speziell ausgebildete ehrenamtliche Telefonberater*innen haben dafür ein offenes Ohr.

Auf die verschiedenen Themenbereiche am Elterntelefon, wie Fragen zur Erziehung, Konflikte in der Partnerschaft oder in der Familie, Fragen zum Umgang nach Trennung und Scheidung, sowie Informationsfragen zu Behörden, aber vor allem das Bedürfnis sich emotional zu entlasten, sind die Berater*innen umfassend vorbereitet und geschult.

Heranwachsende finden am Kinder- und Jugendtelefon Anregungen und Unterstützung, um ihre Situationen, Probleme oder Entwicklungsaufgaben zu reflektieren und sie besser zu bewältigen zu können. Oftmals haben Kinder und Jugendliche Beratungsbedarf zu Partnerschaft und Liebe, Konflikten in der Familie, Schule sowie in der Peergroup.

Die Ausbildung besteht aus insgesamt 10 Seminaren (Wissensvermittlung, Erlernen von Basismethoden der Beratungsarbeit, Praxisübungen und Selbsterfahrung), jeweils zwei Hospitationen sowie jeweils zwei begleiteten Diensten an den Beratungstelefonen und einer Supervision. Die Seminare finden wöchentlich dienstags von 16.00 bis 19.30 Uhr statt (ausgenommen Ferienzeiten und Feiertage).

Am Elterntelefon wird von Montag bis Freitag von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 17.00 bis 19.00 Uhr beraten. Das Kinder- und Jugendtelefon wird von Montag bis Samstag von 14.00 bis 20.00 Uhr besetzt.

Nach Ausbildungsabschluss erhalten die ehrenamtlichen Berater*innen ein bundesweit gültiges Zertifikat, das sie berechtigt, bundesweit an den Beratungstelefonen tätig zu sein. Die Kosten für die kombinierte Ausbildung am Elterntelefon sowie Kinder- und Jugendtelefon belaufen sich auf 50 €. Die Ausbildung von jungen Berater*innen für das Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ ist kostenfrei.

Wir suchen Menschen, welche Interesse an Lebenswelten von Familien und Heranwachsenden haben und gut zuhören können. Sie können sich bei uns ehrenamtlich engagieren und für andere Menschen da sein. Wir bieten Ihnen eine Telefonberaterausbildung und ein Ehrenamtsteam.

Haben wir Sie neugierig gemacht?

Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf und kommen Sie zu unserer Informationsveranstaltung, zu welcher Sie alles über die Ausbildung und das Ehrenamt erfahren.

Ihre Ansprechpartner*innen
Frau Beate Garbs
Frau Linda Kawelke

elterntelefon@dksb-dresden.de
Tel.: 0351- 45 69 332

 

Konferenz der Kinderhäuser BLAUER ELEFANT®

Die jährliche Konferenz der Kinderhäuser BLAUER ELEFANT® fand in diesem Jahr in Zittau am 19./20. März 2019 statt. Wir hatten schon kurz davon berichtet.
Reger Austausch und geballte Fachkompetenz bei der 22. Konferenz der Kinderhäuser BLAUER ELEFANT® im sächsischen Zittau. Knapp 50 Kinderschützer*innen aus ganz Deutschland nahmen daran teil. Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker war als Gast dabei. Neben fachlichen Diskussionen und Workshops rund um das Thema Schutzkonzepte im DKSB gab es ein buntes Rahmenprogramm mit Stadtführung. Eindrücke von der Konferenz finden Sie u.a. auf der DKSB-Facebook-Seite.
https://www.facebook.com/Deutscher-Kinderschutzbund-Bundesverband-eV-351279878253198/?ref=aymt_homepage_panel

Jahresmitgliederversammlung

Logo Deutscher Kinderschutzbund„Kinder und Jugendliche sind die Entscheider von morgen. Deshalb ist es wichtig sie frühzeitig zu beteiligen, damit sie lernen Aushandlungs- und Beteiligungsprozesse zu führen und mutig und frohgemut Entscheidungen zu treffen!“ so Frau Prof. Karin Bock, die am vergangenen Samstag bei der Jahresmitgliederversammlung einen Vortrag zur Kindheit in Sachsen und zur Kindheit im 21. Jahrhundert hielt.
Die Statistik zeigt, dass Kinder- und Jugendliche zahlenmäßig zum einen in der Minderheit sind im gesamtgesellschaftlichen Blick und zudem die meiste Zeit ihres Tages in öffentlichen Erziehungs- und Bildungsinstitutionen verbringen. Entsprechend bedeutsam ist es, dass Kinder von den sie umgebenden Erwachsen vorbereitet werden auf ein Leben als mündige und selbstbestimmte sowie engagiert-beteiligte Bürger. Es wird zunehmend schwieriger für Kinder, sich Räume anzueignen und eigene Kulturen zu leben, Mitgestalter zu sein und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Kinder und Jugendliche brauchen daher „hilfreiche Erwachsene“, die sie dabei unterstützen, eigene Ideen zu Tage kommen zu lassen, einzubringen, umzusetzen und gemeinsam mit Gleichaltrigen an der Gestaltung ihrer Lebenswelten zu arbeiten.

Das muss schon bei den Kleinsten beginnen, zuhause und in der Kita. Hier treffen Kinder erstmals auf Gleichaltrige, die nicht zum familialen Netzwerk gehören. Hier treffen Kinder auf andere Kinder mit anderen Ideen, einer anderen Kultur, einer anderen Familiengeschichte und mit dem gleichen Wunsch, sich selbst einzubringen, etwas zu erreichen, etwas zu schaffen oder mutig zu probieren. Erziehung annehmen und ein „Eigenleben“ entwickeln gilt es hier in Balance zu bringen.

Damit dies gut gelingt, braucht es achtsame und behutsame Begleiter in Kita, Hort und Jugendeinrichtung. Dies betonte auch Ministerpräsident Kretzschmer. Er will sich für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels einsetzen, denn Begleitung braucht Zeit. Und Begleitung braucht die Aufmerksamkeit auf jedes Kind als Individuum. Das geht nicht gut, wenn eine Fachkraft für 16 Kinder gleichzeitig ihre Aufmerksamkeit teilen soll. Im optimalen Falle betreut ein Erzieher*in im Kindergarten 10 Kinder und in der Krippe 4 Kinder. Gute Bedingungen wären das, um Kinder individuell und situationsorientiert begleiten zu können und auch fördern zu können, wo es nötig und hilfreich ist.
Der Weg zu diesen Rahmenbedinungen kann und muss laut Kretzschmer schrittweise erfolgen. Es hängt jedoch nicht nur an den notwendigen Kosten, es fehlt vor allem an ausreichendem guten Personal.
Zu wenige Menschen absolvieren die lange und oft mühsame Ausbildung. Nach 2 Jahren Ausbildung Sozialassistenz schließen sich 3 Jahre Berufsausbildung zum Erzieher an. Das alles dazu noch auf eigene Kosten, denn ein Lehrgeld gibt es in dieser Ausbildung nicht. Wer berufsbegleitend seinen Abschluß erlangen will, muss 4 Jahre neben der Arbeit die Schulbank drücken.

Wir sehen dringenden Bedarf, die Ausbildung zu vergüten, die Zugänge zu erleichtern, mehr Ausbildungsplätze mit Abschlüssen im Frühjahr und im Herbst zur Verfügung zu stellen und Anerkennungsverfahren für ausländische Pädagog*innen zu beschleunigen.

Kindertagung für Kinderrechte

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lud Kinder und ihre Eltern heute zum Samstag ins Hygiene Museum ein. Und sie kamen – der Saal war voll bis zum letzten Platz. Über 160 Kinder und Eltern nahmen an der Tagung „Kinderrechte JETZT!“ teil. Von 10-15 Uhr drehte sich alles rund um die Kinderrechte. Gebärdensprachdolmetscher übersetzten alles für Kinder und Eltern mit Höreinschränkungen und halfen, damit Kinder mit und ohne Gehör untereinander Kontakt aufnehmen konnten. Unbestritten war Jennie, die Moderatorin der Kindernachrichten von logo! im Kika ein Höhepunkt für alle Kinder. Sie moderierte durch den Tag, stellte den logo-Film zu den Kinderrechten vor und gab natürlich auch Autogramme.

Caren Marks vom Kinderministerium im Bundestag und Susann Rüthrich als Kinderbeauftragte der SPD im Bundestag standen für Fragen zur Verfügung.
Wer hat die Kinderrechte erfunden?
Warum sind die noch kein Gesetz?
Wieviele Kinderrechte gibt es überhaupt?

Dann ging es in die Workshops. Es gab für Workshops für Kinder alleine, Workshops für Kinder zusammen mit ihren Eltern. Wir moderierten den Workshop für Erwachsene, also die Eltern deren Kindern in anderen Räumen etwas mehr über die Kinderrechte erfuhren.
Deutlich wurde wieder einmal, dass Kinderrechte umzusetzen vor allem erstmal eine Kenntnis über die Kinderrechte benötigt. Einige Eltern hatten davon schon mal gehört, nachdem ihre Kinder aus der Schule davon berichtet hatten. Dem Großteil der Eltern waren die Kinderrechte aber völlig unbekannt. Diese Wissenslücke haben wir im Eltern-Workshop erst einmal geschlossen oder zumindest etwas intensiver darüber informiert, bevor wir in die Diskussion gekommen, warum die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden sollten.
Anschließend wurden die Kinder von anderen Kindern durch das Kindermuseum geführt, für die Eltern gab es eine separate Führung. Zum Abschluß betätigten sich alle Kinder gemeinsam im großen Saal bei einer großen Kunstaktion.

Seit dem 5.4.1992 gilt die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD sich im Februar dieses Jahres dazu bekannt, die Kinderrechte in dieser Legislaturperiode ins Grundgesetz aufzunehmen.
Mehr Infos dazu gibt es hier.

Am 22. Mai 2019 findet ein Aktionstag in den sozialen Medien zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz statt. Alle Infos zur Aktion #kigg19 finden Sie hier.

Wir nutzen den Tag der gewaltfreien Erziehung am 30.4. um auf diese Aktion aufmerksam zu machen. In all unseren Einrichtungen werden Karten zu finden sein, auf denen der Satz zur Aktion vervollständigt werden kann. Wer nicht selbst in den sozialen Medien unterwegs ist, kann die Aktionskarte nutzen. Wir stellen alle abgegebenen Kommentare am 22. Mai online.

 

 

Fachtag: Menschenrechte?!

Wofür stehen Soziale Arbeit und Bildung in Sachsen?

Am heutigen 12. April nahmen wir mit über 60 weiteren Kolleg*innen der Sozialen Arbeit und Bildung in Sachsen am Fachtag „Menschenrechte?!“ teil. Initiatorin war die AG Interkulturelle Öffnung und Diversität im Paritätischen Sachsen. Die Organisator*innen betonten in der Begrüßung die Notwendigkeit für Fachkräfte der Sozialen Arbeit, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, eigene ethisch-moralische Standpunkte zu entwickeln und für diese einzutreten.

In einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin) betonte sie zunächst die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte, die für ALLE Menschen gleich gelten. Kern und Pflicht (!) der Sozialen Arbeit sei die Bezugnahme zu Menschenrechten. Sie müsse selbst diskriminierungsfrei agieren und habe ein klares politisches Mandat das sie dazu auffordert Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen und für deren Einhaltung einzutreten.

Am Nachmittag wurde in mehreren Durchgängen intensiv über die gemeinsame Erklärung zu einer menschenrechtsorientierten Sozialen Arbeit und Bildung in Sachsen diskutiert. Diese können Sie nach der Verabschiedung in den nächsten Wochen hier einsehen.

Der Fachtag war eine gelungene Veranstaltung in welcher kooperativ über Gemeinsamkeiten und Grundlagen unserer Arbeit diskutiert wurde.

Wir als Deutscher Kinderschutzbund – Ortsverband Dresden e.V. treten der Verletzung von Menschenrechten entschieden entgegen und verurteilen jegliche Diskriminierung von Menschen aufgrund von ethnischer, geographischer, sozialer Herkunft, ihres Geschlechts bzw. ihrer Geschlechtsidentität, ihrer Religion / Weltanschauung, ihres Alters, sexueller Orientierung, körperlichen oder geistigen Eigenschaften oder sonstiger in seiner Person liegenden Merkmale.

Logo Deutscher Kinderschutzbund

Frühlingsfest im Kinderhaus Regenbogen

Bei nicht ganz frühlinghaften Temperaturen haben sich gestern viele Kinder, Eltern und Mitarbeiter unseres Kinderhauses ganz viel Mühe gegeben, den Frühling und die Sonne herbeizulocken. Viele wunderschöne Blumen wurden durch die Kinder mitgebracht und im Gelände eingepflanzt. Wir haben Ostereier bemalt und werden jetzt damit das Haus schmücken. Die Chorkinder haben mit Singen und Tanzen den Frühling begrüßt. Ein tolles Kuchen- und Obstbuffet wurde leergefuttert und wer wollte, konnte anschließend Frühlingssport treiben.

Recht auf gewaltfreie Erziehung

Am 10. April fand unter Kooperation des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Sachsen, der Evangelischen Hochschule Dresden und dem Kinder- und Jugendhilferechtsverein eine Diskussionsveranstaltung zum Film „Elternschule“ statt, an der auch wir als Ortsverband teilnahmen. Gegenstand der Diskussion war, bezugnehmend zu dem im letzten Herbst erschienenen Film die Frage: „Müssen unsere Kinder funktionieren?“.

Unter den etwa 80 Anwesenden herrschte große Einigkeit, dass die Methoden der Gelsenkirchener Klinik als teilweise kindeswohlgefährdend eingestuft werden müssen. Zur Frage wurden zwei Perspektiven aufgetan:

  1. Die persönlich-fachliche Sicht auf die Frage ob unsere Kinder „funktionieren“ müssen: Hier wurde über ethisch-moralische Aspekte von Pädagogik und das Bild vom Kind diskutiert. Nur weil eine Methode (bspw. Zwang, Gewalt) als pädagogisches Mittel effektiv ist, sei sie noch lange nicht pädagogisch sinnvoll und ethisch-moralisch anzuerkennen. Hierbei müssen sich Pädagog*innen stets selbst hinterfragen welches Handeln sie selbst anwenden bzw. billigen.
  2. Die strukturell-öffentliche Sicht auf die Frage: Kolleg*innen berichteten von zu wenigen Möglichkeiten das eigene Handeln zu reflektiere. In vielen Bildungseinrichtungen mit engen Rahmen müssten Kinder funktionieren, damit Abläufe nicht gestört werden. Ein klarer Apell ging an die öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe diese Reflexionsräume zu ermöglichen und sich stets kritisch mit dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen.

Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband hatte schon im Oktober eine Stellungnahme zum Film veröffentlicht. Diese können Sie unter folgendem Link einsehen: https://www.dksb.de/de/artikel/detail/stellungnahme-des-deutschen-kinderschutzbundes-dksb-bundesverband-e-v-zu-dem-kino-dokumentarfil/?cHash=0c61da35b1e26a456c498b4d4d78095c&L=0

Wir nehmen den Appell sehr ernst und werden uns auch weiterhin für einen besseren Betreuungsschlüssel einsetzen, um die Möglichkeiten der Reflexion auszuweiten und uns kritisch mit unserer Arbeit auseinanderzusetzen. Die Diskussion um den Film werden wir innerhalb unseres Vereins aufgreifen und mit den Kolleg*innen darüber ins Gespräch kommen.

„Darüber reden hilft!“

Unter diesem Motto informierte das Team des Elterntelefons Dresden auf der „4. Informationsmesse für alleinerziehende Mütter  und Väter“ am 4. April im Neuen Rathauses Dresden die Besucher*innen über sein kostenfreies und anonymes Beratungsangebot.

Ob es „nur“ eine Frage ist oder man einfach nicht mehr weiter weiß – die Berater*innen am Elterntelefon nehmen sich Zeit, hören zu und suchen gemeinsam mit den Anrufenden nach Wegen…

Wir sind auf der Messe mit vielen Muttis und Vatis sowie Fachkräften ins Gespräch gekommen und haben unser – für einige noch unbekanntes – Angebot vorstellen können. Auf diesem Weg wird die Nummer des Elterntelefons 0800 – 111 0 550 jeden Tag bekannter, sodass mehr Hilfesuchenden schnell und vertraulich Unterstützung angeboten werden kann.

Auch die anwesenden Kids kamen nicht zu kurz und freuten sich über die nützlichen Give Aways wie Anti-Stress-Bälle und I-tip-Touches des Projektes „Pausentaste“ vom Kinder- und Jugendtelefon.