Freie Stelle für Hausmeister in Kita

Beginnend zum 15.8.2019 suchen wir für die Pflege, Betreuung und Wartung unserer Kita „Regenbogen“ in der Dresdener Neustadt einen Hausmeister*in.

Informationen zu Aufgaben und Erwartungen finden Sie hier.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie gern bis 05.07.2019 per Mail oder per Post an:
Deutscher Kinderschutzbund
Ortsverband Dresden
Personalabteilung
Pfotenhauerstraße 45
01307 Dresden

Personalabteilung:
Frau Scheibe
Geschäftsführung:
Frau Heubner-Christa
Kita-Leiterin:
Frau Wiebicke

Klare Kante: DKSB teilt Stellungnahme von Michael Richter zum Umgang mit Rechtpopulist*innen

Der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Dresden e.V. teilt die folgende Stellungnahme von Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen vom März 2019 (in „Anspiel – Das Magazin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen“ Ausgabe 5/2019).

Wir zeigen klare Kante
Kein aktives Zugehen auf Rechtspopulist*innen, aber gesprächsoffen bleiben.
Es sind aktuell rechtspopulistische Politiker*innen, die aktiv Brücken des Dialogs einreißen und mit kalkulierter menschenverachtender Rhetorik die Universalität von Grundrechten und damit den sozialen Frieden in Frage stellen. Solange sich an dieser Politik nichts ändert, hat das für den Paritätischen Sachsen konkrete Konsequenzen:

1. Natürlich gebietet es der Respekt vor unserem Staatsystem, dass mit Amtsträger*innen (z.B. Bürgermeister*innen, Ausschussvorsitzenden usw.) unabhängig von ihrer Parteimitgliedschaft oder politischen Überzeugung eine sachgerechte Kommunikation stattfindet und diese Personen von uns die Information erhalten, die sie aufgrund ihres Amtes zu bekommen haben.

2. Darüber hinaus gibt es unsererseits kein aktives Zugehen auf rechtspopulist*innen. Wir werden ihnen nicht ungefragt Stellungnahmen zukommen lassen, sie nicht zu fachveranstaltungen oder -gesprächen einladen; unsere Verbandsvertreter*innen werden sich nicht mit diesen Personen gemeinsam auf ein Podium setzen.

3. Anfragen von Rechtspopulist*innen werden kurz und sachlich beantwortet. Dabei muss auch aufmerksam beachtet werden, ob bereits in der Fragestellung Falschbehauptungen und Diffamierungen enthalten sind. Diese gilt es transparent zu machen, sie durch Fakten aus öffentlich zugänglichen Quellen zu entkräften und sie ggf. entschieden zurückzuweisen.

4. Seit Jahren verfolgen Extremisten die sogenannte „Wortergreifungsstrategie“ in Veranstaltungen oder auch Social-Media-Chats. Verbandsmiarbeiter*innen müssen im Umgang mit diesen Störern geschult und gestärkt werden.

5. #wirsindmehr! Das heißt: Dieses Verfahrensweise ist das Ergebnis von Dialogprozessen und wird von allen Paritätischen (Bundes-, Landes- und Kreis-)Verbänden, Kollegialverbänden in der Wohlfahrtspflege und nicht zuletzt auch von den eigenen Mitarbeiter*innen mitgetragen. Wir stellen uns damit ausdrücklich solidarisch an die Seite jener Verbände, die von Diffamierungen durch Rechtspopulist*innen betroffen sind.

6. Haltung ist Führungsaufgabe. Die Mitarbeiter*innen wissen, dass sie die Leitungskräfte in konkreten Herausforderungen im Umgang mit Rechtspopulist*innen ansprechen können. Denn diese Praxiserfahrungen helfen uns, noch sicherer und souveräner die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten.

7. Auf der Internetseite www.vielfalt-ohne-alternative.de sammelt der Paritätische Wohlfahrtsverband Informationen und Handreichungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Gruppierungen. Sehr profitiert haben wir auch von der Expertise eigener Mitgliedorganisationen, wie dem „Bundesverband Mobile Beratung e.V.“, der einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit rechten Gruppierungen auf seiner Website zur Verfügung stellt.

Rechtspopulist*innen grenzen uns als Wohlfahrtsverband aus, indem sie Menschen, für die wir da sind, diffamieren und mit kalkulierten Tabubrüchen Angst verbreiten. Wir bleiben gesprächsbereit mit allen Parteien und deren Interessenvertreter*innen. Der Ball liegt also bei den anderen, ob sie sich durch eine (Rück-)Besinnung auf die Werte des Grundgesetzes und eine Rückkehr zu Anstand und Respekt in den Dialog um die zukünftige Ausgestaltung unseres Landes einbringen oder nicht. Die Tür ist offen.

redaktionelle Ergänzung DKSB: In Anlehnung an Heitmeyer (Uni Bielefeld) betrachten wir die aktuellen politischen Entwicklungen, die meist als rechtspopulistische Bewegung bezeichnet werden vielmehr als ein Erstarken autoritär-nationalradikaler Kräfte. Diese zeichnen sich durch „destabilisierende Veränderung von Institutionen der offenen Gesellschaft und liberalen Demokratie durch langfristiges Eindringen in die Institutionen für ein autoritäres Kontrollparadigma“ aus. Dies unterscheidet sie von Rechtspopulist*innen, die durch Provokationen für nur kurzfristige Erregungszustände sorgen.

 

Berufsbegleitende Ausbildung Erzieher*in

Für den Beginn der berufsbegleitenden Ausbildung zum Erzieher*in mit Ausbildungsbeginn 2019 oder 2020 suchen wir interessierte und engagierte neue Mitarbeiter*innen. Die berufsbegleitende Ausbildung dauert in der Regel 4 Jahre mit 1-2 Tagen pro Woche theoretischem Unterricht an einer Berufsschule. Parallel erfolgt die Einstellung als pädagogischer Mitarbeiter*in mit einem wöchentlichen Stundenumfang von 24-30h (in Abhängigkeit der jeweiligen Berufsschule) und Bezahlung nach Tarif. Eine Erhöhung des Arbeitsvertragsvolumens ist nach Abschluss der Ausbildung grundsätzlich möglich.

Bedingung für eine Einstellung ist der Abschluß eines Ausbildungsvertrages mit Beginn Schuljahr 2019 oder 2020. Bei Beginn der Ausbildung zum Schuljahr 2020 erfolgt die Einstellung bis dahin als pädagogische Hilfskraft nach Tariflohn im Umfang von max. 32h/Woche.

Sollten Sie Interesse an der pädagogischen Arbeit mit Kindern in einer Kindertageseinrichtung haben und bereit sein, eine entsprechende Berufsausbildung dafür parallel zur Arbeit zu absolvieren, freuen wir uns über Ihre Bewerbung. Voraussetzung für die Zulassung zu einer berufsbegleitenden Ausbildung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung jedweder Art. Ein Schulabschluss allein ist nicht ausreichend.
Eine ausführliche Beschreibung zum Berufsbild der*des Erzieher*in finden Sie hier.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an (gern auch per Mail):
Deutscher Kinderschutzbund
Ortsverband Dresden e.V.
Pfotenhauerstraße 45
01307 Dresden
info@dksb-dresden.de

Geschäftsführung:
Frau Heike Heubner-Christa
Personalabteilung:
Frau Susan Scheibe

Kinderschutztagen 2019 in Berlin

Vom 9.-12.5.2019 fanden in Berlin die jährlichen Kinderschutztage statt. Zu dieser Konferenz kommen aus allen Orts-, Kreis- und Landesverbänden des Deutschen Kinderschutzbundes Geschäftsführer und Vertreter zusammen, um aktuelle fachliche ubnd politische Entwicklungen zu diskutieren und die Ausrichtung für das kommende Jahr abzustimmen. Der Ort der Kinderschutztage wechselt in jedem Jahr und findet immer in einer Stadt mit einem Ortsverband statt.

In diesem Jahr wurden in vielen Vorträgen und Fachforen verbandlich wichtige Themen besprochen und Veränderungen für die Weiterentwicklung einer bundesweiten Kinderschutzarbeit festgelegt. Und anderem wurde das aktuelle Fachmotto mit einer Resolution eröffnet und soll nun überall im Land in die Umsetzung gebracht werden.

Resolution des Deutschen Kinderschutzbundes

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zukunft und deren Mitgestaltung! Beteiligungsrechte endlich umsetzen.
Wir leben auf Kosten der jungen Generation. Darauf machen uns seit Monaten Schüler*innen energisch und lautstark aufmerksam. Sie fordern jeden Freitag, dass wir unserer Verantwortung endlich gerecht werden und alles tun, um den Klimaschutz ernst zu nehmen. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zukunft. Doch sie zweifeln daran, dass Politik, Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft diese Zukunft verantwortungsbewusst gestalten. Darum fordern die Schüler*innen ihre Rechte ein und nutzen dabei die gleichen demokratischen Mittel wie andere Gruppen auch. Sienehmen ihre Rechte auf Beteiligung (Artikel 12 UN-KRK) und freie Meinungsäußerung (Artikel 13 UN-KRK), auf Versammlungs-und Vereinigungsfreiheit (Artikel 15 UN-KRK) aktiv wahr. Für ihr Engagement werden die Schüler*innen von vielen gelobt, von anderen manchmal auf eine Weise kritisiert, die ein seltsames Demokratieverständnis offenbart. Wer Kindern und Jugendlichen, die eine lebenswerte Zukunft einfordern, mangelndes Verständnis globaler und ökonomischer Zusammenhänge vorwirft, schließt sie damit vom gesellschaftlichen Diskurs aus und spricht ihnen das Recht auf Mitsprache ab. Klimaschutz ist aber nicht nur eine Sache für Profis. Klimaschutz geht alle an, ganz besonders Kinder und Jugendliche, denn es geht um ihre Zukunft.

Schulpflicht und freie Meinungsäußerungsind kein Gegensatz – Kinder lernen nicht nur in deroder für die Schule!
Soziales und politisches Engagement von Kindern und Jugendlichen ist nicht neu, es wurde nur wenig beachtet und anerkannt. Seitdem soviele junge Menschen jeden Freitag auf die Straße gehen, werden sie als politische Kraft wahrgenommen und ihre Stimmen und Forderungen von vielen Menschen gehört. Dass diese Proteste während der Schulzeit erfolgen, setzt zwischen Jugendlichen und Erwachsenen, zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen einen kontroversen Dialog in Gang, und das ist gut so. Kontroversen sind wichtig und die Abwägung der jeweiligen Güterist notwendig. Kinder und Jugendliche erleben Schule nicht immerals Ort, an dem sie auch über ihre Rechte aufgeklärt und an dem diese Rechte umgesetzt werden. Auch vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Debatten über die Durchsetzung der Schulpflicht zu sehen. Wir sollten uns fragen, welche Unterstützung Kinder und Jugendliche brauchen, um sich engagieren zu können, und welche Unterstützung Schulen und Lehrer*innen benötigen, damit sie die Beteiligungsrechte im Alltag umsetzen können. Denn Kinder und Jugendliche brauchen vielfältige, konkrete und aufrichtig gemeinte Beteiligung und Mitgestaltung in allen Belangen, die sie und ihre Zukunft betreffen.

Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen sind zentral für Generationengerechtigkeit –Mitsprache endlich ermöglichen–Wahlalter senken!
Fridays for Future zeigtuns, dass es jungen Menschen um Generationengerechtigkeit, Verantwortung und die Chance auf ein lebenswertes Leben geht. Viele Kinder und Jugendliche sind interessiert, kritisch und engagiert. Sie stellen Fragen und machen sich Gedanken über Herausforderungen, die auf die Gesellschaft zukommen.
Der Generationenvertrag, auf dem unsere Gesellschaft beruht, sieht keine wirkliche und strukturelle Berücksichtigung der Anliegen junger Menschen vor. Die staatliche Gemeinschaft, die politischen Parteien, aber auch andere gesellschaftliche Bereiche wie die Forschung haben hier erheblichen Nachholbedarf. Das gilt auch beim Wahlrecht. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht existiert keine Verknüpfung zwischen Wahlrecht, Volljährigkeit und straf-/zivilrechtlicher Mündigkeit bzw. Geschäftsfähigkeit. Religionsmündigkeit (§5 RelKErzG) und Strafmündigkeit (§19 StGB/§3 JGG) beginnen bereits mit 14 Jahren, die rechtmäßige Fähigkeit, ein Testament zu verfassen, wird mit 16 Jahren zugestanden (§2229 BGB), und ab dem ersten Lebensjahr gilt das Demonstrationsrecht ohne Einschränkungen und ohne spezielle gesetzliche Reglungen. Unterschiedliche Altersgrenzen finden wir auch in den Regelungen zum Kinder-und Jugendschutz. Aber auch der Beginn einer Berufsausbildung oder der Antritt eines Studiums sind von frühzeitigen Entscheidungen und früher Verantwortungsübernahme durch Jungen und Mädchen geprägt. Sie müssen sich mit großer Voraussicht für einen beruflichen Lebensweg entscheiden, wobei sie hier nicht nur gemäß ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Neigungen kompetente Entscheidungen für ihr weiteres Leben treffen müssen, nein, damit verbunden ist meist die Wahl eines eventuell neuen Wohnsitzes bzw. die völlige Verselbständigung im Alltag. Überhaupt dienen die meisten Altersgrenzen dem Schutz der Kinder und Jugendlichen. Hier jedoch geht es um die Chance, Einfluss zu nehmen. Der Kinderschutzbund setzt sich für das aktive Wahlrecht ab 14 ein.

Schutz der Kinder und Jugendlichen bei Gewalt heißt auch Beteiligungsrechte in Verwaltungs-und gerichtlichen Verfahren konsequent zu gewährleisten!
Die strukturelle Ignoranz gegenüber den Rechten von Kindern und Jugendlichen zeigt sich wie unter der Lupe an den erschütternden Fällen sexualisierter Gewalt gegenüber Kindernwie in Staufen oder Lügde. Das Recht des Kindes auf Beteiligung in Verwaltungsverfahren,in staatsanwaltlichen Ermittlungen sowie in Gerichtsverfahrenwird eben nicht selbstverständlich umgesetzt. Aber auch die psychosoziale/therapeutische Versorgung der Kinder und Jugendlichen nach einem solchen Erleben sollte im Fokus der Verfahren stehen, weil neben der Strafverfolgung die Gesellschaft für die Verarbeitung der Ereignisse Verantwortung trägt. Beteiligungsrechte der Kinder und adäquate Versorgungsstrukturen bei erlebter Gewalt gewährleisten dann eine kindgerechte Justiz. Unserer Verantwortung als Erwachsene werden wir nur gerecht, wenn die Defizite unseres Handelns aufgearbeitet und überwunden werden. Zur Verantwortung von Richter*innen gegenüber der jungen Generation gehören daher auch verpflichtende Fortbildungenin diesem sensiblen Bereich. Denn Kinder brauchen zur Verwirklichung ihrer Grundrechte Verfahren, die ihr Wohl (Artikel 3 UN-KRK) voranstellen und ihren (kindlichen) Willen (Artikel 12 UN-KRK) berücksichtigen. Auf Beteiligungsrechte und Kindeswohlvorrang kommt es an! Damit Kinder und Jugendliche ihre Zukunft erfolgreich mitgestalten und ihr Recht auf Mitsprache in unserer Gesellschaft wahrnehmen können,ist eines von größter Bedeutung: die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Für diekonkrete Formulierung des Gesetzestextes für eine Verfassungsänderung fordert das Aktionsbündnis Kinderrechte: 1. Schutzrechte, 2. Förderrechte, 3. Beteiligungsrechte und 4. Vorrang des Kindeswohls. Diese vier Punkte sind nicht verhandelbar und müssen sich im Grundgesetz wiederfinden. Bereits am 1. April 2008 hat das Bundesverfassungsgericht das Grundgesetz völkerrechtsfreundlich ausgelegt und verschafft somit der UN-Kinderrechtskonvention die entsprechende Geltung.Wenn am Endeein Gesetzesentwurf beschlossen wird, in demdie Beteiligungsrechte sowie der Vorrang des Kindeswohls fehlen, würde sich die Rechtslage in Deutschland verschlechtern. Kompromisse, die die Beteiligungsrechte und den Kindeswohlvorrang nicht enthalten, werden wir nicht eingehen! Wir brauchen echte Kinderrechte im Grundgesetz, die auch wirksam sind.

Berlin, Mai 2019

Spielzeugfreie Wochen beendet

Passend zum Jahresthema „Spielen“ entstand im Team des Kinderhauses die Idee, eine spielzeugfreie Zeit durchzuführen. Ab Anfang Mai wurde dafür gemeinsam mit den Kindern in allen Gruppen das Spielzeug „in den Urlaub geschickt“. Zum Teil wurde es verpackt oder es wurde mit den Kindern besprochen, was nicht benutzt werden soll. Dank vieler Materialspenden von Eltern und Firmen hatten wir eine große Auswahl an Pappen, Kartons, Verpackungen aus Plastik, Stoffe, Korken und vieles andere. Mal- und Bastelsachen, Bücher und CDs blieben in den Gruppen und konnten weiter von den Kindern verwendet werden.
Viele Kinder nutzten die ersten Tage, um ganz viel zu basteln und kleinere Dinge entstehen zu lassen. Bestimmt ist das eine oder andere Objekt zu Hause angekommen. Im Verlauf der Zeit erarbeiteten die Erzieher/innen mit den Kindern, was noch für die Gruppe entstehen soll. So wurden Instrumente gebaut, große Kartons zu Häusern umfunktioniert und eingerichtet, Murmelbahnen für die Zimmer entstanden, aber auch Tischspiele wie Memory oder Puzzle.

Leider hat das Wetter oftmals nicht so mitgespielt, um auch im Freien mit Kartons und Pappröhren zu spielen. Aber das Sandspielzeug wurde durch viele Küchenutensilien ersetzt. Besonders haben sich die Kinder gefreut, dass im Rahmen des Elterncafés eine große Burganlage entstanden ist, die einige Tage auf dem Hof stand, ehe sie vom Wind immer wieder um gepustet wurde.

Hier einige Meinungen einzelner Vorschulkinder zur spielzeugfreien Zeit:

„Die Zeit ist gut, man kann schöne Sachen basteln, weil gutes Material da ist. Es könnte länger gehen.“

„Die Zeit ist gut, weil man so viel basteln kann und Neues entdecken konnte. Sie sollte länger dauern.“

„Ich finde die spielzeugfreie Zeit nicht gut, weil man kein Lego mitbringen darf. Beim nächsten Mal sollte die Zeit kürzer sein.“

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr wieder eine spielzeugfreie Zeit.

Kindertag – an alle Kinder denken!

Zum heutigen Kindertag finden vielerorts wieder tolle Feste für Kinder statt. Und wir gönnen es allen Kindern. Wir wünschen wunderbares Wetter, bunte Luftballons, große Seifenblasen und das süßeste Eis des Jahres. Liebe Kinder, lasst Euch feiern! Heute ist Euer Tag und damit auch ein Tag für die Zukunft von uns allen.
Nicht für alle Kinder auf unserer Welt ist der heutige Tag ein Tag zum Feiern. Noch immer leben viele Kinder in Armut, im Krieg. Millionen Kinder sind auf der Flucht mit ihren Eltern, manche sind getrennt von ihnen alleine unterwegs. Einige von ihnen haben es auch in unser Land geschafft.
Der heutige Tag ist auch ein Tag für die Kinderrechte. Diese umzusetzen ist Aufgabe aller Erwachsenen. Politiker müssen dafür sorgen, dass die Kinderrechte in unserem Land ins Grundgesetz kommen. Kinderrechte ernst nehmen und im Alltag beachten, müssen wir alle.

Liebe Kinder, vielleicht ist der heutige Kindertag auch ein Tag, um alle Erwachsenen daran zu erinnern, dass Kinderrechte wichtig sind. Habt etwas Geduld mit ihnen, wenn sie es nicht gleich verstehen oder denken, es bräuchte sie nicht. Erwachsene haben oft vergessen, dass Kinder besondere Bedürfnisse haben und auch eine eigene Meinung. Viele haben auch vergessen, wie wichtig spielen ist. Das müsst ihr ihnen vielleicht nochmal erklären oder ihr lasst sie mitspielen, dann erinnern sie sich wieder dran.

Wir wünschen Euch einen tollen Tag! Und wir wünschen Euch, dass jeder Tag ein toller Tag für Euch wird. Es kann nicht immer Luftballons und Eis geben. Aber Kinderrechte gelten an jedem Tag. 

Europawahl im JoJo

Am Freitag, den 17.05., fand die U18-Europawahl im Kindertreff JoJo statt. Wahlberechtigt waren alle Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren. Schon vor den Wahlen hatten wir darüber gesprochen, was eigentlich die Europäische Union ist, was im Europaparlament entschieden wird, was Parteien sind und welche es gibt. Keine leichten Themen!

Natürlich müssen Wahlen geheim ablaufen. Darum bastelten zwei Kinder eifrig eine Wahlurne und wir richteten ein Wahllokal in einem Zimmer ein. Auf unserem Tablet konnten die Kinder und Jugendlichen anhand des Wahl-O-Mats ihre Meinung mit den Aussagen der Parteien vergleichen.

Zwar zählen die abgegebenen Stimmen nicht wirklich in Bezug auf die richtigen Wahlen am kommenden Sonntag, jedoch zeichnen sie ein Stimmungsbild von Kindern und sind Gelegenheit, Prinzipien einer Demokratie zu erklären und von Kindern etwas zu erfahren.

  • Welche Themen sind den Kindern und Jugendlichen besonders wichtig?
  • Worin unterscheidet sich das Wahlverhalten von dem der Erwachsenen?

Bundesweit wurden mehr als 1000 Wahllokale eröffnet in Schulen, Jugendeinrichtungen und bei Jugendverbänden. Etwa 118.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben ihre Stimme abgeben und damit gezeigt, wie sie entscheiden würden, wenn sie kommenden Sonntag auch zur Wahl dürften.
Hier gibts die Wahlergebnisse der U18-Wahlen in Dresden. Und hier gibts die Wahlergebnisse der U18-Wahlen in Deutschland.

 

 

 

70 Jahre Grundgesetz: Ohne Kinderrechte nicht in bester Verfassung

Dresden, 23.05.2019. Zum 70ten Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23.05.2019 fordert der Kinderschutzbund Dresden, dass die Kinderrechte in vollem Umfang in die Verfassung aufgenommen werden – mit sämtlichen Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls.

„Indem wir die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben, stärken wir die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Frau Heubner-Christa vom OV Dresden. „Politik und Verwaltung müssten dann bei allen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, prüfen, ob deren Interessen ausreichend berücksichtigt wurden und ihre Rechte gewahrt sind.“

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern will im Herbst einen Vorschlag vorlegen, wie Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollen. Der Kinderschutzbund hat gemeinsam mit anderen im Aktionsbündnis Kinderrechte ins Grundgesetz einen Formulierungsvorschlag vorgelegt.

„Wenn Kinder und ihre Rechte fehlen, dann kommen Kinder lediglich als Rechtsobjekte und nicht als Rechtssubjekte in der Verfassung vor. Wenn die Verfassung die Seele unserer Demokratie ist, dann ist diese Seele ohne die Rechte der Kinder nicht komplett“, sagt Frau Heubner-Christa vom Ortsverband Dresden.

Der Kinderschutzbund hat es sich zum Ziel gesetzt, mit vielfältigen Aktionen die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärker bekannt zu machen und zu fördern. Der Verband spricht sich deshalb auch für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus.

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Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) – Für die Zukunft aller Kinder!

Der DKSB, gegründet 1953, ist mit 50.000 Mitgliedern in über 400 Ortsverbänden die größte Kinderschutzorganisation Deutschlands. Der DKSB setzt sich für die Interessen von Kindern sowie für Veränderungen in Politik und Gesellschaft ein. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Kinderrechte, Kinder in Armut, Gewalt gegen Kinder sowie Kinder und Medien

Aktion #kigg19

2019 wird die Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund findet in Deutschland ein wichtiger politischer Prozess statt: die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD sich dazu bekannt, die Kinderrechte in dieser Legislaturperiode ins Grundgesetz aufzunehmen. Eine Bund-Länder Arbeitsgruppe erarbeitet aktuell einen konkreten Vorschlag. Doch es bleibt wichtig, jetzt weiter Druck zu machen, damit aus dem Vorhaben auch Wirklichkeit wird!

Wir haben uns an der Aktion #kigg19 beteiligt und Eltern, Kinder und Jugendliche in unseren Einrichtungen gefragt, warum die Kinderrechte ins Grundgesetz müssen.

Hier alle Antworten bzw. fast alle Antworten. Wir haben auf einer Karte eine menschenrechtsverletzende Äußerung gefunden, gegen die wir uns eindeutig aussprechen und die wir hier nicht darstellen.

Kinderrechte ins Grundgesetz,

…damit jedem Kind ermöglicht wird sicher und geborgen ohne Angst groß zu werden!

… damit deutlich wird, dass Kinder besonderen Schutz brauchen!

… damit die Diskussionen dazu endlich aufhören, die sind längst überflüssig und peinlich.

Kinder sind wie Erwachsene, gleichberechtig und besitzen den gleichen Stellenwert in der Gesellschaft. Somit ist es nur logisch, dass auch Kinder in das Grundgesetz gehören. Kinder “wehren“ sich nicht wie Erwachsene, sich müssen beschützt werden! Weiter so!

Weil Kinder unsere Zukunft sind und besonderen Schutz benötigen. Sie können noch nicht für ihre Rechte einstehen, daher müssen wir es tun!

… weil Kinder genauso Menschen sind wir Erwachsene – nur eben kleiner und schwächer. Außerdem haben sie sonst keine Lobby.

… damit sie unter fairen und gleichberechtigten Aufwachsen können ohne Ängste um ihre Grundbedürfnisse, denn sie gestalten unsere Zukunft und Bildung sowie Erziehung stellen dafür die Basis dar.

Kinder an die Macht. Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht was sie tun. Die Welt gehört in Kinderhände, dem Trübsinn ein Ende… (Herbert Grönemeyer, das Lied sagt alles!!!)

… damit es keine Ausreden mehr gibt!

… damit sie das gleiche Recht habe, wie Erwachsene!

… damit allen bewusst gemacht wird, dass Kinder kleine Menschen mit genau den selben Rechten sind wie Erwachsene. Sie benötigen dabei jedoch mehr Unterstützung und ihnen muss zugehört werden.

… damit Kinder, unsere Zukunft, endlich auch einen eigenen Platz im GG haben. Im GG stehen so viele Punkte – warum nicht unsere Kinder?

… damit ihre Bedeutung nochmal verfassungsrechtlich untermauert wird und infolgedessen die Tragweite gesellschaftlich anerkannt wird. Und weil es endlich Zeit wird, dass Deutschland die Kinderrechte ins Grundgesetzt aufnimmt!

… damit Kinder eine schöne und gesunde Kindheit erleben könne. Kinder sind die Zukunft. Erfahren sie Gewalt durch ihre Nächsten werden sie auch im Erwachsenenalter ggf. gewalttätig, grausam, gefühllos o. ähnliches sein.

… damit unsere schutzlosen Kinder endlich besser vor Gewalt geschützt werden.

… damit unsere Kinder besser geschützt werden können.

…weil es eine Selbstverständlichkeit ist!

…weil es eine Selbstverständlichkeit ist!

… damit Kinder eine Stimme bekommen und diese auch gehört wird.

… damit Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind/sollen für alle Kinder verboten sein.

… damit ie Kinder sich zu Hause wohlfühlen.

… damit die Kinder das (Gewalt) den Eltern nicht nachmachen.

… damit Kinder die Chance haben sich individuell zu entfalten, sich Herausforderungen stellen zu können, Stärken und Schwächen zu erkennen, ungebrochen ihr Leben gestalten zu können.

… damit diese auch jeder kennt.

… damit auch die Kinder eine Opferbetreuung erfahren und nicht nur die Täter.

… damit man nicht von den Eltern geschlagen wird oder andere Rechte die im „Kinderrechte Grundgesetz“ sind.

… damit Kinder erfahren, dass sie wichtig sind, dass sie ein Mitbestimmungsrecht in dieser Gesellschaft haben. Kinderrechte gehören außerdem in die Verfassung damit sie vor Gericht eingeklagt werden können.

…weil Kinder unsere Zukunft sind.

…weil Kinder das gleiche Recht haben wie alle.

…weil die Kinder unsere Zukunft sind und die Zukunft der Welt gestalten.

…damit die Rechte der Kinder zu Hause und in Kita/Schule/Gesellschaft eingehalten werden müssen.

…damit die Kinderrechte mehr Aufmerksamkeit bekommen und erster genommen werden. Ich finde vor allem das Recht auf Spiel, Erholung & Mitbestimmung besonders wichtig.

…aus einem „kann“ ein „muss“ wird. Da Kinder keine Gesetze verabschieden können/dürfen, sind wir Erwachsenen dazu verpflichtet diese Aufgabe in ihrem Interesse wahrzunehmen. Da die Erwachsenen ihre Rechte schriftlich bekräftigt haben, ist es nur Recht es den Kindern auch zu ermöglichen.

…weil es wichtig ist, dass unsere Kinder eine Sicherheit haben, ihre Rechte auch einfordern zu können und von politischer Seite hier auch für deren Einhaltung gesorgt wird!

…damit JEDER diese kennt!

…damit unsere Kinder sich auch auf ihre Rechte berufen können!

…weil es wichtig ist, dass auch jeder diese Rechte kennt und danach handelt.

…damit allen Kindern eine gleichwertige Behandlung zuteil wird.

…damit die Rechte der Kinder sichtbar und präsent gemacht werden. Kinder bedürfen nämlich unseren besonderen Schutz. Nach 70 Jahren GG wird es Zeit, Kindern eine „eigene Stimme“ zu geben.

Sie sind der Bestandteil für die Erziehung und für den Schutz der Kinder. Es wird Zeit!

…damit Kinder unabhängig von sozialen Gepflogenheiten, Traditionen und veralteten Sitten und Bräuchen einen unbeschwerten Start ins Leben erhalten. Man hat nur eine Kindheit!

…damit sie verbindlich werden und Kinder in Entscheidungen, die sie betreffen mit einbezogen werden.

…damit Kinder in der Politik mitbestimmen dürfen.

Schutz der Kinder verbessern. Rechte und Pflichten der Eltern klären.

…damit ein Signal an die Gesellschaft und Regierung zur Verwirklichung von kindgerechten Lebensverhältnissen gesetzt wird.

…damit Mitbestimmung der Kinder an allen sie betreffenden Entscheidungen verbindlich geregelt wird.

…damit der Schutz der Kinder verbessert/gewährleistet wird. Besonders auch das Recht der Kinder auf Erziehung!

…damit der Schutz der Kinder gesetzlich so stark verankert ist, dass dasa Optimum der Entwicklung gesichert werden kann.

…damit ein Zeichen gesetzt wird!

…damit der Schutz der Kinder verbessert und gewahrt wird.

…damit Kinder eine Stimme bekommen! Ein Zeichen für die Rechte der Kinder gesetzt werden. Kinder sind unsere Zukunft!

…damit die Kinder ihre eigene Stimme haben. Vor allem damit ein „Nein“ eines Kindes ernst genommen wird.

…damit Kinder eine Stimme bekommen! Damit die Kinderrechte Platz bekommen und gehört werden.

…damit eine nachhaltige Umsetzung der schon vor langer Zeit verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention sichergestellt wird.

…damit die Inhalte der Kinderrechtskonvention endlich gewichtiger und bekannter werden.

…damit die Umsetzung des Kindeswohlprinzips mehr Relevanz erhält.

…damit Kinder als eigenständige Persönlichkeiten bewertet werden.

…damit Verbindlichkeit gesetzlich fixiert ist.

…damit es endlich wirklich Losgeht!

…damit nicht noch mehr Zeit mit Reden verstreicht!

Danke allen, die sich an unserer Postkartenaktion beteiligt haben.

Menschenrecht ist unsere Basis!

Auf Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen haben eine Vielzahl von Trägern und Verbänden der Sozialen Arbeit und Bildung eine Erklärung erarbeitet. Diese stellt die Menschenrechte als elementare Basis ihrer Arbeit für und mit Menschen im Freistaat Sachsen in den Mittelpunkt. Die Unterzeichnenden fordern mit der Erklärung, dass sowohl bei der Weiterentwicklung der fachlichen Arbeit als auch der Rahmenbedingungen die Menschenrechte oberstes Leitmotiv sind. Die Initiative will in den kommenden Monaten möglichst viele Träger der Sozial- und Bildungsarbeit in Sachsen für ein sichtbares Bekenntnis zu den Menschenrechten gewinnen.

Im Freistaat Sachsen ist in den letzten 30 Jahren eine vielfältige Landschaft an Trägern und Verbänden der Sozialen Arbeit und Bildung entstanden. Über 110.000 Menschen sind in diesen Bereichen bei freien Trägern beschäftigt. „Darauf können wir zu Recht stolz sein“, sagt Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen. „Wir verstehen unsere Arbeit als Menschenrechtsprofession. Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft und von Megatrends wie Individualisierung und Digitalisierung wollen wir hierzu Gesicht zeigen“, so Richter.

Torsten Siegemund, Projektleiter beim Männernetzwerk Dresden und einer der Mitinitiatoren sowie Erstunterzeichner, sagt: „Die Selbstverständlichkeit, Menschen zu helfen und zu unterstützen, muss unverrückbares Fundament Sozialer Arbeit sein und bleiben. Das muss ebenso für die gesamte Gesellschaft gelten und alle Menschen ohne Ansehen der Person einbeziehen.“

Margit Weihnert, Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Sachsen, legt den Schwerpunkt auf die Teilhabe: „Unsere Kernaufgaben sind unter anderem die Unterstützung selbstbestimmten Lebens und die Förderung gemeinsamen Lernens von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Die Anerkennung der Menschenrechte ist hierbei eine notwendige Selbstverständlichkeit.“

Julia Hartmann, Geschäftsleiterin des Sächsischen Flüchtlingsrates, sagt bezogen auf die Flüchtlingsarbeit: „Soziale Arbeit ist dann eine Menschenrechtsprofession, wenn sie sich als Advokat derjenigen versteht, die sich gegen Ungleichheit, Marginalisierung und sozialen Ausschluss nicht wehren können. Wir fördern die Fähigkeit der Selbstvertretung Geflüchteter und bauen dabei auf die vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten der Menschen. Dies ist keineswegs einfach und bedarf häufig eines längeren Atems. Aber die Erfolge sprechen für sich.“

Mit der Erklärung für menschenrechtsorientierte Rahmenbedingungen als Basis Sozialer Arbeit und Bildung in Sachsen wollen die unterzeichnenden Träger und Verbände diesem Anliegen Nachdruck und Gewicht verleihen. Alle Träger und Verbände des Tätigkeitsfeldes in Sachsen sind eingeladen, mit ihrer Unterschrift ein sichtbares Bekenntnis zu den Menschenrechten als oberstes Leitmotiv abzugeben.

Die Erklärung lesen Sie hier: Erklärung für eine menschenrechtsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit in Sachsen

Pressekontakt:
Andreas Borowicz (Referent für Verbandskommunikation/Stellv. Pressesprecher)
Tel: 0351 491 66 77
E-Mail: andreas.borowicz(at)parisax.de

Politiker*innen beziehen Stellung

Im Vorfeld des am letzten Dienstag stattgefundenen Podiums auf unserem Abenteuerspielplatz Johannstadt, hatten wir die geladenen Politiker*innen gebeten uns ihre Antworten auf die folgenden Fragen zuzusenden. Dazu aufgefordert waren Eter Hachmann (SPD), Tilo Kießling (LINKE), Stefan Schubert (FDP), Patrick Schreiber (CDU) und Tina Siebeneicher (GRÜNE).

Bisher erreichten uns lediglich die Antworten von Patrick Schreiber, welche wir hier veröffentlichen möchten:

1. Was schätzen Sie an der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Dresden?
Die offene Kinder- und Jugendarbeit in Dresden ist ein unentbehrlicher Bestandteil der sozialen kommunalen Infrastruktur. Die Akteure der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind in vielfältigster Weise bemüht den sich besonders in jüngster Zeit veränderten Aufgaben, erhöhter Komplexität und steigender fachlicher Anforderungen zu stellen. Die Stadt Dresden ist hierbei ein aktiver Begleiter und bringt sich initiativ und mit hoher fachlicher Expertise in die Stadtteilrunden und Arbeitsgruppen ein. In Dresden wird miteinander an den besten Lösungen und Konzepten gearbeitet.

2. Was werden Sie und/oder Ihre Partei tun, um die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Dresden zu stärken?
Die CDU setzt sich für eine zielgerichtete und bedarfsgerechte Förderung von Projekten der offenen Kinder- und Jugendarbeit ein. Uns ist wichtig, dass die eingesetzten Mittel und Ressourcen auch die Kinder- und Jugendlichen erreichen. Die offene KInder- und Jugendarbeit soll junge Menschen in Ihrer Entwicklung zu eigenständigen, selbstbewussten und sozialen Persönlichkeiten unterstützen. Dabei ist es uns wichtig vorhandene Strukturen auf Ihre Wirksamkeit zu untersuchen und bei Bedarf eine Justierung der Massnahmen und Konzepte durchzuführen. Stärken wollen wir die  offene Kinder- und Jugendarbeit durch die stetige Evaluierung der Angebote und Förderung der Kompetenzen bei den Maßnahmeträgern.

3. Was wollen Sie tun, um die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in ihren professionellen Kompetenzen zu stärken?
Ein wichtiger Ansatz ist hierbei die fachlich kompetente Begleitung der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit. Stadtteilrunden und spezifische Arbeitsgruppen bieten einen regelmäßigen fachlichen Austausch. Qualitätsdialoge können einzelne Trägerkompetenzen gezielt fördern. Darüber hinaus unterstützen wir Maßnahmen zur fachlichen Aus- und Fortbildung der Fachkräfte.

4. Welche Zukunftsvisionen haben Sie für die Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Dresden?
Im Spannungsfeld von virtuellen Lebensräumen, Schulstress und Real-Life und veränderten Lebenslagen von Kindern- und Jugendlichen ist es an uns neue Konzepte zu entwickeln. Die offene Kinder- und Jugendarbeit hat den Anspruch Ort eigener Gestaltungsmöglichkeiten zu sein. Mit Blick auf die Grundprämissen Freiwilligkeit, Partizipation und Alltagsorientierung ist es wichtig Projekte zu fördern, die Kinder- und Jugendliche nicht schon zu Hause oder in der Ganztagsschule machen können. Wir brauchen neue lokale und innovative Ansätze, wie z.B. erlebnisorientierte Angebote an interessanten Orten, engere oder neue Kooperationen im lokalen Umfeld.

 

Hoher Besuch auf dem ASP

Auf dem Abenteuerspielplatz Johannstadt hatten am 14.05.2019 Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte die Ehre fünf Politiker*innen und der Kinder-und Jugendbeauftragten Anke Lietzmann Fragen zu stellen, die uns beschäftigen.

Zu Besuch waren Eter Hachmann, welche die SPD vertreten hat, Patrick Schreiber von der CDU, Tilo Kießling von DIE LINKE, Tina Siebeneicher welche DIE GRÜNEN vertritt und Stefan Schubert von der FDP.
Bevor die Fragerunde begann erklärte Anke Lietzmann den Kindern, was Politiker*innen machen. Sie erklärte den Stadtrat und die Stadtverwaltung und ist dabei auf die Wünsche der Kinder eingegangen.

Es wurden mehrere Themen angesprochen wie beispielsweise die Öffnung der Schulsportplätze. Das offensichtlich wichtigste war aber, das Thema Schulbildung. Eine Schülerin sprach an, dass sie mit der derzeitigen Schulbildung unzufrieden sei, sie würde es bevorzugen wenn man an den Schulen jeden Schüler individuell fördert. Eter Hachmann von der SPD, brachte daraufhin an, dass sie dies genauso sehe, sie würde sich wünschen wenn man Freie Schulen mehr fördere, da man dort direkt auf die Schüler*innen zugehe, deren Stärken erkenne und sie individuell fördere. Generell war sie der Meinung, dass Schulen den freien Unterricht mehr in Betracht ziehen sollten.

Ein weiteres Thema war das Mobbing an Schulen, ein Mädchen sprach das Thema an und wünschte sich, dass die Schulen mehr gegen Mobbing unternehmen würden. Viel sind die Politiker*innen nicht auf dieses Thema eingegangen, Tilo Kießling von DIE LINKE meinte, jeder hätte das Recht auf Gleichheit und es sollte niemand gemobbt werden, weil er etwas ärmer ist, eine andere Herkunft hat oder sonst im Nachteil liegt. Patrick Schreiber von der CDU ist nach der offenen Fragerunde nochmal direkt auf das Mädchen zugegangen, er hat sie gefragt wie sie gemobbt wird, was ihre Lehrer und Eltern dagegen unternehmen und hat ihr vor allem Mut zugesprochen.

Wie vorhin schon erwähnt, war auch die Öffnung der Schulsportplätze ein Thema. Es wurde gefragt ob es möglich wäre, dass bald an der Elbe wo samstags immer der Flohmarkt steht, wieder Fußballtore aufgestellt werden könnten. Eter Hachmann von der SPD meinte, dass es immer Gründe für etwas gebe und, dass es genauso Gründe geben wird, dass diese Fußballtore da nicht mehr stehen. Die Kinder sollten einfach verschiedene Parteien direkt anschreiben und fragen, was das für Gründe wären. Stefan Schubert von der FDP meinte, dass versucht wird die Schulsportplätze aufzumachen, so dass man dort auch nach der Schule Zeit verbringen und unter anderem Fußball spielen könne. Patrick Schreiber von der CDU meinte daraufhin, dass die Sportplätze am nächsten Tag auch wieder in einem guten Zustand vorzufinden sein müssen, da diese Sportplätze immer noch den Schulen gehören. Tilo Kießling von DIE LINKE meinte, dass nicht unbedingt die Schulen das Problem seien, bei einer Schule beispielsweise habe der Elternrat beschlossen, dass die Sportplätze nicht geöffnet würden. Tina Siebeneicher hat eine andere Art von Spielplatz vorgeschlagen, ein Spielplatz der mit den Kindern wächst, so dass die Kinder selber mitbestimmen können, wie ihr Spielplatz aussieht.

Im Allgemeinen haben sich die Kinder wirklich gefreut, dass sie die Politiker*innen alle so offen fragen konnten. Nach der Fragerunde saßen Politiker*innen und Kinder noch zusammen am Lagerfeuer und haben Knüppelkuchen gemacht. Es war ein schöner und lockerer Nachmittag und die Kinder sowie die Politiker*innen sind zufrieden nach Hause gegangen.

Alle Politiker*innen betonten, dass sie jederzeit für Fragen von Kindern und Jugendlichen offen seien. Unter den folgenden e-mail Adressen könnt ihr sie erreichen.

Eter Hachmann SPD: eter.hachmann@spd-dresden.de
Patrick Schreiber CDU: patrick.schreiber@slt.sachsen.de
Tilo Kießling DIE LINKE: tilo.kieszling@stadtrat.dresden.de
Tina Siebeneicher DIE GRÜNEN: siebeneicher@gruene-fraktion-dd.de
Stefan Schubert FDP: stefan.schubert@julia-dresden.de

Außerdem könnt ihr euch mit allen Anliegen, Fragen und Wünschen an die Kinder- und Jugendbeauftragte wenden. Ihre e-mail Adresse lautet: kinderbeauftragte@dresden.de

Artikel erstellt von Faye Protze (Schülerpraktikantin im DKSB Dresden)