Solidarität mit Leipziger Kitas

Ansage: Als Kinderschutzbund Dresden zeigen wir uns solidarisch mit den beiden Leipziger Kitas, welche dieser Tage Opfer einer über die Maßen angeheizten und polemisch geführten Diskussion wurden. Wir verurteilen zutiefst die Angriffe gegen die Kita und die Bedrohung von Kindern, Eltern, Mitarbeiter*innen und Träger. Die Entscheidung, welche Verpflegung in einer Kita angeboten wird, obliegt der Einrichtung unter Beteiligung der Kinder und deren Eltern. Niemand sonst hat sich dort einzumischen und den Untergang des Abendlandes aufgrund des Mittagessens in einer Kita zu proklamieren. Ende.

Stellungnahme des Bundesverband zum Fall Lügde

Erstes Urteil im Fall Lügde
Mit gestrigem Urteil im tausendfachen Missbrauch von Kindern in Lügde wurde ein Täter zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe mit der Auflage, sich einer Therapie zu unterziehen, verurteilt. Der Berichterstattung nach bezieht sich das Urteil auf die Anstiftung und Beihilfe zu schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern. Der Täter hat diesen Missbrauch in Auftrag gegeben und nahm über Webcam-Übertragungen an den Taten teil. Er trägt somit eine erhebliche Verantwortung und Mitschuld an den Geschehnissen von Lügde. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurden 42.000 kinderpornografische Fotos und Videos beim Täter sichergestellt. Es ist zu befürchten, dass er Teil eines größeren Netzwerkes ist.Eine junge heute erwachsene Frau hat dem Gericht die furchtbaren Taten geschildert, die sie als Kind erlebt hat. Wir zollen der 19jährigen jungen Frau Respekt für den Mut zu ihrer Aussage. Im Wissen über das Ausmaß der Straftat sind wir über das Urteil überrascht. Wir können mit dem Urteil nicht zufrieden sein und offensichtlich auch die Opfer nicht. Wir nehmen zur Kenntnis, dass dem Täter eine Therapie auferlegt wurde. Viel zentraler für uns ist jedoch, dass den betroffenen Kindern und jungen Menschen von Lügde qualitativ angemessene Therapieangebote zeitnah und aktiv zur Verfügung gestellt werden, damit eine Verarbeitung der Geschehnisse möglich wird.
Berlin, den 18.07.2019
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Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) – Für die Zukunft aller Kinder!
Im DKSB, gegründet 1953, sind über 50.000 Einzelmitglieder in ca. 430 Ortsverbänden aktiv und machen ihn zum größten Kinderschutzverband Deutschlands. Sie setzen sich gemeinsam mit über 10.000 Ehrenamtlichen und rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Rechte und Interessen von Kindern sowie für Veränderungen in Politik und Gesellschaft ein.
Der DKSB will Kinder stark machen, ihre Fähigkeiten fördern, sie ernst nehmen und ihre Stimme hören. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Kinderrechte, Kinder in Armut und Gewalt gegen Kinder.
Kontakt:
Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. Schöneberger Str. 1510963 Berlin
Tel (030) 21 48 09-0
Fax (030) 21 48 09-99
Email info@dksb.de
www.dksb.de
© Deutscher Kinder schutzbund Bundesverband e. V. Wir bitten Sie, vor Weitergabe oder Abschrift der Stellungnahme im Ganzen oder in einzelnen Teilen sowie vor der Veröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung, Nachbildung oder sonstig en Verwertung Kontakt mit dem Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. aufzunehmen

25.080 EUR für die Johannstadt

Erster Stadtteilfonds in Dresden eingerichtet
Für die Entwicklung zukunftsfähiger Stadtteile sind große Planungen genauso wichtig, wie kleine Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern. Um lokales Engagement und die Zusammenarbeit von Einrichtungen, Vereinen und Initiativen zu stärken, hat der Stadtteilverein Johannstadt e.V. im Rahmen von „Zukunftsstadt Dresden“ den ersten Stadtteilfonds Dresdens ins Leben gerufen. Nachdem die Johannstädterinnen und Johannstädter mit der Wahl des mittlerweile 20-köpfigen Stadtteilbeirats bereits 2018 den Grundstein für das Projekt gelegt hatten, wurde der Verein nun durch Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit der Verwaltung des Stadtteilfonds beauftragt.

Bis Ende 2019 stehen demnach Fördermittel in Höhe von 25.080 EUR für kleinere Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität und der nachhaltigen Entwicklung der Stadtteile Johannstadt-Nord und Süd zur Verfügung. Dabei kann es sich sowohl um Investitionen, beispielsweise zur Verschönerung oder Zwischennutzung von Gebäuden und Freiflächen oder der Anschaffung von Ausstattungsgegenständen im öffentlichen Raum, als auch um nichtinvestive Maßnahmen, wie z.B. Nachbarschaftsfeste, Hofflohmärkte, Freizeit- und Bildungsangebote handeln.
Über die Höhe der Förderung entscheidet der Stadtteilbeirat in seinen nächsten Sitzungen am 29.8. und am 8.10.2019. Anträge stellen können Privatpersonen, Vereine, Verbände, Gruppen und Initiativen, öffentliche Einrichtungen sowie freie Träger, die Aufgaben im öffentlichen Interesse erfüllen und / oder gemeinnützig arbeiten. Antragsfrist für die erste Sitzung ist der 4.8. und für die zweite Sitzung der 10.9.2019.

In seinem Büro in der Pfotenhauerstraße 66 bietet der Stadtteilverein Johannstadt e.V. jeden Freitag 15-17 Uhr eine Sprechstunde zur Beratung und Hilfestellung bei der Entwicklung von Projekten sowie den Förderantragen an.
Die Richtlinie, weitere Informationen sowie die Antragsformulare sind auf der Stadtteilplattform im Internet abrufbar unter www.qm-johannstadt.de/geld-fuer-mein-projekt.

Pressekontakt:
Stadtteilverein Johannstadt e.V.
Projekt „Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat“
Ansprechpartner: Torsten Görg (Projektleitung)
Büro: Pfotenhauerstraße 66, 01307 Dresden
Telefon: 0351-41881667
E-Mail: stadtteilfonds@johannstadt.de
Internet: www.qm-johannstadt.de/stadtteilverein/stadtteilfonds

Bogenschießen auf dem ASP

Alle Indianer*innen und alle die es noch werden wollen, aufgepaßt!
Schon zum 2. Mal gibt es bei uns auf dem ASP einen Ferien-Workshop der besonderen Art. Am 11.7. ab 14 Uhr könnt ihr bei uns auf dem Abenteuerspielplatz mit Pfeil und Bogen schießen! Kommt einfach vorbei und lernt wie es geht.
Liebe Eltern, bitte belehren Sie ihr Kind, dass es an diesem Tag besonders wichtig ist, die Anweisungen der Aufsichtspersonen zu beachten.

Ort: Abenteuerspielplatz Johannstadt, Silbermannstraße 16, 01307 Dresden
Tag: 11.7.
Zeit: 14-17 Uhr

„Belugas“ spenden für Mareicke

Am 02.07.19 haben wir von den Belugas, das sind Schüler einer 4. Klasse der Christlichen Schule Dresden-Zschachwitz, eine Spende von 100,00 €  für unseren pädagogischen Mittagstisch entgegengenommen.
Die Kinder hatten einen Kuchenbasar durchgeführt. Einen Teil des Erlöses wollten sie an eine gemeinnützige Einrichtung Spenden für einen guten Zweck. Das KJH Mareicke auf der Vetschauer Str. 14 in 01237 Dresden ist ca. 5 km von der Schule in Zschachwitz entfernt. Wir   haben in der Klasse auch ein Mädchen getroffen, die in unmittelbarer Nähe der Mareicke wohnt und ab und zu am Kindertreff teilnimmt. Den Kindern imponierte unser Angebot des NachmittagTisches.
Nach der Begrüßung stellten wir den Schülern unsere Einrichtung vor. Anhand unseres Kochbuches, das von den  Kindern und Jungedlichen erstellt wurden ist und einer Rezeptsammlung der Stiftung Children for a better World in München stellte ich unseren pädagogischen NachMittagstisch vor. Die Kinder hörten aufmerksam zu und stellten anschließend viele Fragen zu diesem Angebot als auch zu dem KJH Mareicke im allgemeinen. Während unseres Gespräches begannen einige Kinder die Kochrezepte abzuschreiben. Das große Interesse an den Aufzeichnungen hat uns sehr erfreut und auch die Arbeit der Kinder und Jugendlichen wertgeschätzt. Die Hefte haben wir an die Kinder übergeben. Wir sind uns sicher, dass einige Ideen in der Schule kopiert werden, so dass die Speisen nachgekocht werden können. Die Kinder und Kids der Mareicke werden darüber abstimmen, für welchen Zweck sie die Spende innerhalb des pädagogischne Mittagstisches verwenden wollen. Das könnten sein ein Fest oder ein Kochduell oder das gemeinsame Kochen internationaler Gerichte oder etwas ganz anderes. Jedenfalls sind wir auf die Ideen und Entscheidungen der Kinder in der Mareicke gespannt. Unser Dank gilt den Belugas und ihren Lehrerinnen aus der Christlichen Schule Dresden Zschachwitz für ihr Engegement.

Mit der Strömung

Im Rahmen unseres erlebnispädagogischen Angebotes zog es die Gruppe dieses Mal an beziehungsweise auf die Mulde. Bewaffnet mit Paddelbooten, Zelten und Verpflegung genossen die Jugendlichen gemeinsam mit unseren externen Kollegen Friedbert Dörner und Till Winkler die Freiheit der Natur. Abseits alltäglicher Reize und Verpflichtungen konnten Grenzen getestet, Talente entdeckt und Ängste überwunden werden.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmal recht herzlich bei der SG Kössern, in Person des stellvertretenden Vereinspräsidenten Richard Werner, für die kostenlose Übernachtung im Vereinsheim bedanken.
Wir sind stolz, den Jugendlichen diese besonderen Erfahrungen ermöglichen zu können und freuen uns auf weitere spannende, aktive und erlebnisreiche Angebote.

Sommerfest auf dem ASP

Am 22.6. wurde an einem schönen Sommertag bei uns gefeiert. Viele Kinder und Eltern ließen sich von einer Zaubershow fesseln, danach gabs eine kleine Breakdance-Einlage auf der Bühne und die Kinder konnten anschließend an einem Break-Dance-Workshop teilnehmen und präsentierten schließlich ihre Choreographie auf der Bühne. Der Abend klang aus mit schöner Musik der Band Raices, die chilenische Lieder und Tänze aufführte.
Neu war diesmal, dass es Essen und Getränke auf Porzellan-Geschirr gab, welches man hinterher in einer Waschstraße selber abwaschen konnte. Viele brachten aber auch selber ihr Geschirr mit. So konnten wir auf unserem Sommerfest jede Menge Müll vermeiden. Viele Reaktionen darauf waren positiv, worüber wir uns gefreut haben.

Wir bedanken uns bei unseren vielen Helfern auf dem Fest – Cafe Halva hat Kaffee und Kuchen verkauft, unsere ASP-Ehrenamtlichen schenkten Kartoffelsalat mit Würstchen aus. Unsere ASP-Stammkinder haben sich toll für das Fest engagiert und selbstgemachte Waffeln sowie Gebäck verkauft, eine Dosenwerfen-Schießstand und einen Armbrust-Schießstand betreut und auch selbstgezogene Tomaten gegen Spende abgegeben. Am Tisch vom Gemeinschaftsgarten Johannstadt konnte man Samenbomben basteln, mit Anne vom Jugendhaus Eule Freundschaftsbänder machen. Das Projekt Nachhaltige Johannstadt hat die Waschstraße für das Geschirr aufgebaut und betreut. Später konnte man unter Anleitung Basketball üben und am Feuer gemeinsam Knüppelteig braten.

Sozialarbeitende gegen Autoritarismus und Menschenverachtung

Am 1. Juni ging die diesjährige Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit e.V. in Bielefeld zu Ende. Drei Tage beschäftigten sich Sozialarbeitende aus der ganzen Republik mit dem Thema: „Soziale Arbeit in Zeiten des Rechtspopulismus“. Vorträge zu Forschung und Theorie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, den Gefahren sozialer Spaltung, praktische Erfahrungsberichte aus Deutschland und Österreich sowie Diskussionen um den Auftrag Sozialer Arbeit zur Demokratieförderung prägten die Tagung.

Gerne teilen wir die verabschiedete Erklärung.
Gilde Soziale Arbeit – Bielefelder Erklärung 2019

6. Sächsischer Kinder-Garten-Wettbewerb

Wir sind dabei! Der 6. sächsische Kinder-Garten-Wettbewerb ist gestartet und unsere Kita Baumgeister ist über die Auswahlrunde gekommen und nun eine von 30 verbliebenen Kitas in Sachsen, die sich durch die Umgestaltung an ihrem Außengeländer am Wettbewerb um die Erreichung der nächsten Stufen bemühen. Ziel des Wettbewerbes ist die Gestaltung von Natur-Erlebnisräumen in Kitas, Horten oder Einrichtungen der Kindertagespflege. Für die 1. Auswahlrunde mussten Ideen für die zukünftige Umgestaltung eingereicht werden. Dafür haben wir mit unserem Team, mit den Kindern und Eltern Teamtage veranstaltet, bei denen uns eine Landschaftsgestalterin fachkundig zur Seite stand.
Nun gibt es einen Masterplan für viele kleine und große Umbaumaßnahmen und im Herbst soll es eine Mitmach-Baustelle mit den Fachkräften und Eltern geben.
Der 6. sächsische Kinder-Garten-Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltige Bildungsräume“. Diesem folgend wollen wir den Garten unserer Kita an vielen Stellen umgestalten udn zu einem Naturerlebnisraum werden lassen, der sich dem Vorbild der Natur nach wild, natürlich und artenreich auslässt. Verstecken, Spielen, Ausruhen und kreatives Betun sollen darin zukünftig möglich sein. Genauso wie das Beoabchten von Tieren und Pflanzen im Jahreskreislauf.

 

Sommerfest auf dem ASP

Liebe Kinder, Eltern und interessierte Nachbar*innen, der Abenteuerspielplatz Johannstadt lädt alle herzlich zum Sommerfest am Samstag, den 22. 6. auf unserem Platz ein. Ab 16 Uhr öffnen wir die Pforten und dann kann man Spiele spielen, Samenbomben bauen, Freundschaftsbänder basteln, sich beim Kinderschminken schminken lassen und einiges mehr. Es wird Kaffee und Kuchen, sowie Kartoffelsalat mit Würstchen geben (auch vegetarisch). Ab 17 Uhr geht unser Bühnenprogramm los – freut euch auf eine Zaubershow, danach einen Breakdance-Auftritt und schließlich Musik und Tanz aus Chile der Gruppe Raices. Wer Lust hat, kann danach an einem kleinen Break-Dance-Workshop teilnehmen und lernen, wie das geht.
Wir wollen bei unserem Fest Müll vermeiden: Bitte bringt euer/bringen Sie ihr eigenes Geschirr mit – einen Teller, eine Tasse, eine Gabel oder einen Löffel. Wir bauen eine Waschstraße auf, wo man mit frischem Wasser wieder alles abwaschen und sauber mit nach Hause nehmen kann.

Wir freuen uns auf euch!

Samstag, 22.6.
16-20 Uhr
Abenteuerspielplatz Johannstadt
Silbermannstraße 16, 01307 Dresden

Freie Stelle für Hausmeister in Kita

Beginnend zum 15.8.2019 suchen wir für die Pflege, Betreuung und Wartung unserer Kita „Regenbogen“ in der Dresdener Neustadt einen Hausmeister*in.

Informationen zu Aufgaben und Erwartungen finden Sie hier.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie gern bis 05.07.2019 per Mail oder per Post an:
Deutscher Kinderschutzbund
Ortsverband Dresden
Personalabteilung
Pfotenhauerstraße 45
01307 Dresden

Personalabteilung:
Frau Scheibe
Geschäftsführung:
Frau Heubner-Christa
Kita-Leiterin:
Frau Wiebicke

Klare Kante: DKSB teilt Stellungnahme von Michael Richter zum Umgang mit Rechtpopulist*innen

Der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Dresden e.V. teilt die folgende Stellungnahme von Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen vom März 2019 (in „Anspiel – Das Magazin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen“ Ausgabe 5/2019).

Wir zeigen klare Kante
Kein aktives Zugehen auf Rechtspopulist*innen, aber gesprächsoffen bleiben.
Es sind aktuell rechtspopulistische Politiker*innen, die aktiv Brücken des Dialogs einreißen und mit kalkulierter menschenverachtender Rhetorik die Universalität von Grundrechten und damit den sozialen Frieden in Frage stellen. Solange sich an dieser Politik nichts ändert, hat das für den Paritätischen Sachsen konkrete Konsequenzen:

1. Natürlich gebietet es der Respekt vor unserem Staatsystem, dass mit Amtsträger*innen (z.B. Bürgermeister*innen, Ausschussvorsitzenden usw.) unabhängig von ihrer Parteimitgliedschaft oder politischen Überzeugung eine sachgerechte Kommunikation stattfindet und diese Personen von uns die Information erhalten, die sie aufgrund ihres Amtes zu bekommen haben.

2. Darüber hinaus gibt es unsererseits kein aktives Zugehen auf rechtspopulist*innen. Wir werden ihnen nicht ungefragt Stellungnahmen zukommen lassen, sie nicht zu fachveranstaltungen oder -gesprächen einladen; unsere Verbandsvertreter*innen werden sich nicht mit diesen Personen gemeinsam auf ein Podium setzen.

3. Anfragen von Rechtspopulist*innen werden kurz und sachlich beantwortet. Dabei muss auch aufmerksam beachtet werden, ob bereits in der Fragestellung Falschbehauptungen und Diffamierungen enthalten sind. Diese gilt es transparent zu machen, sie durch Fakten aus öffentlich zugänglichen Quellen zu entkräften und sie ggf. entschieden zurückzuweisen.

4. Seit Jahren verfolgen Extremisten die sogenannte „Wortergreifungsstrategie“ in Veranstaltungen oder auch Social-Media-Chats. Verbandsmiarbeiter*innen müssen im Umgang mit diesen Störern geschult und gestärkt werden.

5. #wirsindmehr! Das heißt: Dieses Verfahrensweise ist das Ergebnis von Dialogprozessen und wird von allen Paritätischen (Bundes-, Landes- und Kreis-)Verbänden, Kollegialverbänden in der Wohlfahrtspflege und nicht zuletzt auch von den eigenen Mitarbeiter*innen mitgetragen. Wir stellen uns damit ausdrücklich solidarisch an die Seite jener Verbände, die von Diffamierungen durch Rechtspopulist*innen betroffen sind.

6. Haltung ist Führungsaufgabe. Die Mitarbeiter*innen wissen, dass sie die Leitungskräfte in konkreten Herausforderungen im Umgang mit Rechtspopulist*innen ansprechen können. Denn diese Praxiserfahrungen helfen uns, noch sicherer und souveräner die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten.

7. Auf der Internetseite www.vielfalt-ohne-alternative.de sammelt der Paritätische Wohlfahrtsverband Informationen und Handreichungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Gruppierungen. Sehr profitiert haben wir auch von der Expertise eigener Mitgliedorganisationen, wie dem „Bundesverband Mobile Beratung e.V.“, der einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit rechten Gruppierungen auf seiner Website zur Verfügung stellt.

Rechtspopulist*innen grenzen uns als Wohlfahrtsverband aus, indem sie Menschen, für die wir da sind, diffamieren und mit kalkulierten Tabubrüchen Angst verbreiten. Wir bleiben gesprächsbereit mit allen Parteien und deren Interessenvertreter*innen. Der Ball liegt also bei den anderen, ob sie sich durch eine (Rück-)Besinnung auf die Werte des Grundgesetzes und eine Rückkehr zu Anstand und Respekt in den Dialog um die zukünftige Ausgestaltung unseres Landes einbringen oder nicht. Die Tür ist offen.

redaktionelle Ergänzung DKSB: In Anlehnung an Heitmeyer (Uni Bielefeld) betrachten wir die aktuellen politischen Entwicklungen, die meist als rechtspopulistische Bewegung bezeichnet werden vielmehr als ein Erstarken autoritär-nationalradikaler Kräfte. Diese zeichnen sich durch „destabilisierende Veränderung von Institutionen der offenen Gesellschaft und liberalen Demokratie durch langfristiges Eindringen in die Institutionen für ein autoritäres Kontrollparadigma“ aus. Dies unterscheidet sie von Rechtspopulist*innen, die durch Provokationen für nur kurzfristige Erregungszustände sorgen.