Fachberatung im Bundesprogramm Sprache

Fachberatung im Bundesprogramm „Sprach–Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fördert das Bundesfamilienministerium alltagsintegrierte sprachliche Bildung als wichtigen und festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung. Das Programm richtet sich an Kindertageseinrichtungen mit einem überdurchschnittlichen Anteil von Kindern mit besonderem Bedarf an sprachlicher Bildung und Förderung sowie mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Das übergeordnete Ziel des Programms liegt in der Verbesserung der Qualität der Kindertagesbetreuung.

Die Teams in den ausgewählten Kindertageseinrichtungen werden während des Programmzeitraums von Januar 2016 bis Dezember 2020 durch zusätzliche Fachkräfte „Sprach–Kitas“ verstärkt, die sie bei der Umsetzung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung, inklusiver Pädagogik und der Zusammenarbeit mit Familien beraten, begleiten und qualifizieren.

Zusätzliche Fachberatungen „Sprach-Kitas“ qualifizieren die Tandems aus Leitungen und zusätzlichen Fachkräften „Sprach–Kitas“ und vermitteln theoretische Grundlagen zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Programms. Vor allem begleiten sie die vielschichtigen Prozesse der Umsetzung in der Praxis und suchen gemeinsam mit den Tandems bzw. Teams nach geeigneten Lösungswegen.

Es gibt im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ drei Säulen:

  • Alltagsintegrierte sprachliche Bildung stellt verstärkt Situationen in den Mittelpunkt, die alltäglich sind und dennoch durch eine bewusste aktive sprachliche Gestaltung in einer anregungsreichen Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder förderlich sind.
    Alltagsintegrierte sprachliche Bildung orientiert sich an den individuellen Kompetenzen und Interessen der Kinder und unterstützt die natürliche Sprachentwicklung. Der gesamte Kita-Alltag wird genutzt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern.
  • Inklusive Pädagogik ermutigt Kinder und Erwachsene, Vorurteile, Diskriminierung und Benachteiligung kritisch zu hinterfragen sowie eigene Gedanken und Gefühle zu artikulieren. Dies bedeutet, sowohl den Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern Aufmerksamkeit zu schenken als auch Vielfalt zu thematisieren und wertzuschätzen.
  • Die Zusammenarbeit mit Familien ist eine wesentliche Voraussetzung für gelingende Entwicklungen aller Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen. Eine vertrauensvolle und willkommen heißende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen den Familien und den pädagogischen Fachkräften ist notwendig, um Kinder ganzheitlich und insbesondere auch in ihrer Sprachentwicklung zu begleiten. Die beste sprachliche Bildung in der Kita wirkt noch viel besser, wenn ihre Impulse auch zu Hause gelebt werden. Deshalb sollten die Eltern aktiv einbezogen werden.

In Dresden sind momentan 90 Kitas im Bundesprogramm involviert, die wiederum in 8 Verbünden zusammen arbeiten und von 6 Fachberaterinnen begleitet werden.

Frau Karsta Wahlbuhl und Frau Christine Baudiss sind als zusätzliche Fachberaterinnen „Sprach–Kitas“ beim Deutschen Kinderschutzbund, OV Dresden e.V. angestellt. Trägerübergreifend begleiten, beraten und unterstützen sie insgesamt 34 Kindertageseinrichtungen des Bundesprogramm „Sprach–Kitas“ in Dresden. Unsere Kita „Pünktchen“, Kita „Sonnenblumenhaus“ und das Kinderhaus „Regenbogen“ nehmen am Bundesprogramm teil.