Pressemitteilung des Sächsischen Flüchtlingsrats e.V.

Sachsens Lagerschulen – Curriculum: 5, Personal: 6, Standort: 6
Wer unterrichtet die Kinder und Jugendlichen in den Erstaufnahmeeinrichtungen? Eine Antwort des Staatsministeriums des Inneren bestätigt, was Geflüchtete bereits SFR-Berater*innen erzählt haben. Über Bande gespielt gibt das Innenministerium zu: von Schule kann keine Rede sein. EU-Recht wird damit unterlaufen.
Erst blieben die Kinder und Jugendlichen ewig ohne Bildungszugang, nun soll ein sogenanntes „Lernangebot“ die Regelschule direkt in den Lagern ersetzen. Inzwischen hat das, was da Unterricht genannt wird, in allen Aufnahmeeinrichtungen des Freistaats Sachsen final begonnen. So bestätigten es auch Geflüchtete gegenüber SFR-Berater*innen. Als „Feigenblatt“ hatte der SFR dieses „Lernangebot“ immer wieder bezeichnet. Denn, den Schulzugang ersetzt es nicht. Auch nicht in „ähnlicher Weise“, wie es die EU-Aufnahmerichtlinie als Mindeststandard definiert hat. Eine Antwort auf die Anfrage von Juliane Nagel, MdL, DIE LINKE, zu den Lehrkräften offenbart jedoch erstaunliches. „Ohne Not hat das Innenministerium eines seiner zentralen Argumente fallengelassen.“ schlussfolgert Angela Müller vom SFR. Denn die Lehrkräfte arbeiten direkt bei den Trägern der Aufnahmeeinrichtung, in Dresden ist das beispielsweise European Homecare. Warum sie denn nicht direkt beim Kultusministerium angestellt seien, wollte Nagel wissen. Das Innenministerium gibt an, dass die Personalhoheit des Freistaats nur für die Lehrkräfte gilt, die an Schulen öffentlicher Trägerschaft arbeiten. „Im Umkehrschluss hat das Innenministerium das Offensichtliche nun ausgesprochen: das Lernangebot in Lagern ist keine Schule. Das heißt auch, dass ein ähnlicher Zugang zum Bildungsystem nicht gegeben sein kann.“ bilanziert Müller bestechend.

Der Schulzugang und das Recht auf Bildung bleibt verwehrt

Fraglich findet Müller auch, warum Lehramtsstudent*innen den komplexen Auftrag übernehmen sollen, eine solch heterogene Klasse zu unterrichten. „In nur drei Klassenstufen werden sechs bis 18-jährige unterrichtet. Ich möchte das Kind sehen, das auch nur ein Quäntchen Wissen aus diesem Unterricht holt.“ Gestaltet werden die Stunden nach einem Curriculum des Kultusministeriums. Das fiel bereits in der Vergangenheit als mangelhaft durch. Nicht zuletzt, weil der Standort des Lernangebots – das Lager – nicht hinnehmbar sei. Fazit des SFR: ein hingezimmertes Lernangebot, unterrichtet von Auszubildenden anstelle von Fachkräften befreit Sachsen nicht von der Pflicht, das Recht auf Bildung für Alle zu ermöglichen.

Eine Pressemitteilung mit der Chronik der Forderung sowie den letzten Zahlen zu Kindern und Jugendlichen in Erstaufnahmeeinrichtungen veröffentlichte der SFR am 19. August.

Kontakt

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.
Angela Müller
-Asylberatung-
Mobil: 0176 / 211 286 10
Tel.: 0351 33 23 55 94
mueller@sfrev.de

PM „Original Play“ – Verbot richtig und notwendig

Presseerklärung des Bundesverbandes
Berlin, 12. 11. 2019. Die Sendung „Kontraste“ vom 24. Oktober 2019 berichtete über Missbrauchsvorwürfe in Zusammenhang mit dem von dem US-Amerikaner Fred Donaldson entwickelten Konzept „Original Play“, das in Kindertagesstätten bundesweit angewandt wurde. Der Kinderschutzbund äußert sich nicht zu den Vorwürfen, da diese noch Teil von Ermittlungen sind. Wir sind aber verschiedentlich um eine Einschätzung zur Methode gebeten worden. Diesem Wunsch kommen wir hiermit nach.

Laut Selbstauskunft des Vereins gehe das „Original Play“ auf das „ursprüngliche Spiel“ kleiner Kinder und junger Tiere zurück, weil dieses keine Regeln, keine Fehler, keinen Kampf keine Konkurrenz kenne und ein Geschenk der Schöpfung sei. Erwachsenen sei es aufgrund des Getriebes im Alltag abhandengekommen, aber das Bedürfnis nach Berührung und Verbundenheit sei geblieben.

Beim „Original Play“ spielen jedoch nicht Kinder untereinander, sondern Erwachsene raufen und ringen mit Kindern.

Dazu erklärt Prof. Dr. Sabine Andresen, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes: „Kinder sind keine Objekte, die der Sublimierung von wie auch immer gearteten Bedürfnissen von Erwachsenen dienen. Sie sind eigenständige Subjekte. Pädagogik muss den Kindern dienen, nicht den Erwachsenen.“

Jedes pädagogische Handeln sollte die Rechte, Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Zentrum haben. Dass dies bei Original Play der Fall ist, daran bestehen berechtigte Zweifel:

  • Die Grenzen zwischen Kindern und Erwachsenen werden verwischt.
  • Die formulierten Ziele sind weder für Kinder noch für Fachkräfte und Eltern überprüfbar.
  • Die Reaktion von Fred Donaldson auf den Vorwurf sexualisierter Übergriffe in der Sendung „Kontraste“ signalisiert einen Mangel an Sensibilität und präventiver Herangehensweise.
  • Die Beschreibung der Auswahl und „Schulung“ der „Lehrlinge“ ist nicht transparent.
  • Die Organisationsstruktur wirkt hierarchisch und autoritär.
  • Die Zielgruppen sind sehr divers und damit stellt sich die Frage nach der Passgenauigkeit z.B. für den Einsatz in Kitas.

Im Umgang mit Körperlichkeit scheinen viele Fachkräfte verunsichert zu sein. Sie benötigen daher Unterstützung für ihr fachliches Handeln. Ein Baustein dafür ist die Entwicklung von Schutzkonzepten, zu der Kitas und andere Einrichtungen verpflichtet sind. Dazu gehören auch Möglichkeiten zur Supervision und zu kollegialer Beratung. Dafür zu sorgen, ist Aufgabe der Träger und Leitungen.

Eine positive und konstruktive Bewältigung von Unsicherheit wird vermutlich nicht gelingen, indem der körperliche Umgang mit Kindern an unbekannte Menschen abgegeben wird. Kitas brauchen vielmehr ein stabiles Netzwerk mit anderen Fachkräften, etwa aus Beratungsstellen. Auch dafür gilt es, Ressourcen bereit zu stellen.

Der im „Kontraste“-Bericht geschilderte Umgang mit den betroffenen Kindern und Eltern ist aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend. Prof. Dr. Sabine Andresen: „Der Fall zeigt, nach wie vor fehlt es im Alltag an Sensibilität. Ein professionelles Beschwerde- und Konfliktmanagement, das Eltern und Kinder ernst nimmt, ist essentiell für einen so sensiblen Raum wie die Kindertagesstätten.“

Der Kinderschutzbund hält aus diesen Gründen die Entscheidung einiger Landesregierungen etwa in Bayern, Berlin und Brandenburg, „Original Play“ in Kindertagesstätten zu untersagen, für richtig und ruft die übrigen Landesregierungen auf, ebenso zu verfahren.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.
Die Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.

[Anmerk. des Ortsverbandes Dresden: In unseren Einrichtungen hat dieses Programm nie stattgefunden und wird es auch nicht.]

Hausführung in unserer Kita Pünktchen

Wir öffnen unsere Kita Pünktchen mal wieder für Hausführungen und zeigen Ihnen gern unsere Einrichtung. Und den schönsten Kita-Garten der Stadt. Zumindest finden wir, dass unser Garten diese Auszeichnungen verdient hätte. Seit Kurzem haben wir nun auch noch einen tollen Bolzplatz bei uns im Garten.

Termine für Hausführungen 2019 und 2020:
05.12. 2019 um 10 Uhr
16.01. 2020 um 10 Uhr

Treffpunkt: Bitte warten Sie im Eingangsbereich der Kita auf die Leiterin.

#DIY – Bettprojekt im Trampolin

Gemeinsam mit der Deutschen Postbank und in Kooperation mit dem Abenteuerspielplatz konnten wir unseren Jugendlichen eine ganz besondere Erfahrung ermöglichen: Die Bewohner*innen unserer IWG haben sich an Europaletten ab- und zu Ihrem eigenen Bett hingearbeitet. Dabei konnten sie ihre handwerklichen Fähigkeiten beim Sägen, Schleifen und Verschrauben auf die Probe stellen und erweitern sowie sich mit Hilfe individueller Ideen echte Unikate erschaffen. Was bleibt, ist nicht nur ein bequemes Möbelstück, sondern vor allem ein Symbol für Kompetenz und Kreativität, auf das sie stolz sein können.

Wir, die Jugendlichen und Betreuer*innen der IWG Trampolin, möchten uns an dieser Stelle herzlich bei den Verantwortlichen der Postbank bedanken, welche das Projekt durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht haben. Außerdem konnten wir von der vereinsinternen Kooperation mit den Kolleg*innen des Abenteuerspielplatzes profitieren, welche uns räumliche und materielle Ressourcen zur Verfügung gestellt haben.

Interkultureller Kalender 2020

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellt jedes Jahr einen „Interkulturellen Kalender“, der einen Teil der Vielfalt an Feier- und Gedenktagen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft abbildet.
Gibt es hier zum Download und selber ausdrucken oder demnächst auch zum Bestellen: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Sonstige/interkultureller-kalender-2020-A1_pdf.html

Finden wir super! Hängt in unseren Einrichtungen.

Modellprojekte der politischen Bildungs- und Demokratiearbeit in Sachsen vor dem Aus

Träger von Modellprojekten aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und ihre Unterstützer_innen aus Sachsen haben sich mit einem Offenen Brief an die verantwortliche Ministerin gewandt und fordern mehr Unterstützung für ihre Arbeit.

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist eine wichtige Stütze des Engagements für Menschenrechte und Demokratie in Sachsen. Darüber wurden zuletzt u.a. 18 sogenannte Modellprojekte gefördert, die sich intensiv speziellen Themen und Zielgruppen widmen. Aktuell stehen viele dieser Initiativen vor dem Aus. Ab 2020 sollen aus dem Bundesprogramm in Sachsen nur noch sechs Modellprojekte finanziert werden. Damit droht ein radikaler Einschnitt in die Qualität der politischen Bildungs- und Demokratiearbeit und in demokratisch-zivilgesellschaftliche Strukturen.

In einem Offenen Brief wenden sich jetzt 14 Vereine aus Sachsen, die eine Interessenbekundung für die Förderung als Modellprojekt bei „Demokratie leben!“ eingereicht haben, sowie 28 Unterstützer_innen und Kooperationspartner_innen an die zuständige Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey, um auf die Folgen für Sachsen aufmerksam zu machen.

„Ich habe kein Verständnis für die Entscheidungen von Ministerin Giffey. Sie hat sich vor einem Jahr in Chemnitz für Demokratieförderung ausgesprochen. Jetzt wird nahezu allen Modellprojekten in Sachsen die Grundlage entzogen. Das ist ein Skandal. Und es ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Demokratieförderung einsetzen. Für uns bedeutet das, dass das in fünf Jahren angehäufte Wissen und unsere Netzwerke verloren gehen. Unsere Arbeit muss abrupt enden und die so wichtige Kontinuität auch“, sagt Kathrin Krahl vom Modellprojekt RomaRespekt.

Neben den Modellprojekten wurde der Offene Brief auch von mehreren Unterstützer_innen und Kooperationspartner_innen unterzeichnet. Dazu gehört neben Einzelpersonen, Vereinen und dem Netzwerk Tolerantes Sachsen u.a. der DGB Sachsen.

Sie alle fordern, dass die mittlerweile in Aussicht gestellte Aufstockung des Bundesprogramms um acht Millionen Euro gezielt für die Finanzierung weiterer, zunächst abgelehnter Modellprojekte verwendet wird. Zudem wird mehr Transparenz bei der Entscheidung über Interessenbekundungen angemahnt. Zusätzlich zu den auf Innovation ausgerichteten Modellprojekten sollte die politische Bildungs- und Demokratiearbeit dauerhaft und institutionell gefördert und dafür endlich der gesetzliche Rahmen geschaffen werden. Weiterhin schließen sich die sächsischen Initiativen den Forderungen des bundesweiten Offenen Briefes vom 18. Oktober an. Darin wurde die Aufstockung der Mittel auf jährlich 200 Millionen Euro für die gesamte Förderperiode (2020-23) gefordert.

Zum Offenen Brief an Bundesfamilienministerin Giffey

Hintergrund

„Demokratie leben!“ ist das zentrale Bundesprogramm zur Demokratieförderung, angesiedelt beim Bundesfamilienministerium. Die erste Förderperiode des Programms lief von 2015 und bis 2019. Zuletzt hatte das Programm ein jährliches Budget von 115,5 Millionen Euro. Die geplanten Kürzungen für 2020 um 8 Millionen Euro wurden – nach erster Kritik der Träger – Anfang Oktober zurückgenommen. Ende Oktober verkündete Bundesministerin Franziska Giffey schließlich, dass auch in den folgenden Jahren mindestens 115 Euro zur Verfügung stehen sollen. Im Bereich der Modellprojekte gab es zuletzt rund geförderte 400 Projekte. Für die neue Förderperiode gingen laut Ministerium insgesamt über 1000 Interessenbekundungen ein. Davon wurden jedoch nur 100 zur Antragstellung aufgefordert, darunter sechs aus Sachsen. Über diese Anträge soll bis Ende Dezember entschieden werden.

Verfasser und Kontakt:
Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.
Annegret Ode (Koordinatorin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Domplatz 5
04808 Wurzen
Deutschland

0178 5445807
koordination@tolerantes-sachsen.de
http://tolerantes-sachsen.de/
Vorstand: Miro Jennerjahn, Sotiria Midelia, Martina Glass

Herbstferien im JoJo

Zwei Wochen Ferien mit noch sommerlichen Temperaturen liegen nun schon wieder hinter uns. Das JoJo wurde von vielen Kindern besucht. Natürlich hatten wir wieder eine Menge Spaß! Was war alles los?

In der ersten Woche wurde gebastelt, gespielt und natürlich auch gekocht. Gemeinsam überlegten wir, welches Gericht auf den Tisch kommen sollte und bildeten dann verschiedene Teams (Einkaufs-, Koch- und Aufräumteam). Wie immer mussten Nudeln mit Tomatensauce dabei sein, aber wir haben uns auch an eine leckere Gemüselasagne gewagt, eine Gemüse-Nudelsuppe kreiert und jahreszeitlich passend einen Muskatkürbis verarbeitet. Auch wenn manche Kinder noch nie Kürbis gegessen hatten, probierten sie das für sie neue Gemüse aus. Außerdem konnten Vogelhäuschen selbst gebaut und bemalt werden, mit der Unterstützung der Kolleg*innen vom Projekt „Stadtkohlrabi“.

In der zweiten Ferienwoche waren wir sportlich unterwegs. Zum einen nahmen wir am 3. Spieltag der Großen Dresdner Hof-Fun-Meisterschaft (die GDHFM wurde gesponsert von der gevecom), einem Brennballturnier teil. Hier fanden sich die mobilen Angebote der Stadt Dresden zusammen und verbrachten diesen Tag miteinander. Vor Ort wurden die Mannschaften gemischt und die Kinder waren mit großem Ehrgeiz dabei. Während sie pro Runde 6 Minuten gegeneinander spielten, musste die Mannschaft, die mit Werfen und Laufen an der Reihe war, noch einige Hindernisse auf ihrer Strecke überwinden. Zur Stärkung gab es zur Mittagspause eine herzhafte selbstgekochte Gemüsesuppe. Zur Siegerehrung waren alle Teilnehmer*innen sehr geschafft, aber vor allem glücklich. Natürlich geht kein Kind dabei leer aus. Für alle gab es für die Teilnahme bunte Flummis, aber der erste Platz bekam zusätzlich noch einen kleinen Basketball. Tags darauf ging es gleich mit einem Floorballturnier, organisiert von den Dresdner Kindertreffs und den Prohliser Schulsozialarbeiter*innen, weiter. In einer tollen Turnhalle konnten die Kinder ihr Talent unter Beweis stellen, wobei es natürlich vordergründig um den Spaß ging. Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle den jugendlichen Schiedsrichter*innen, die sich trotz der Ferien bereit erklärten, die Spiele regelkonform zu pfeifen. Auch hier ging niemand am Ende leer aus, da alle Treffs im Vorfeld Medaillen gebastelt hatten.

Und schwupps … sind die Ferien auch schon vorbei. Es war wieder sehr schön und abwechslungsreich. Wir freuen uns schon auf die nächsten!

Garteneinsatz in unserer Kita Baumgeister

Für eine große Portion Skepsis bei allen Beteiligten und Beobachter*innen sorgte am 29.10. die Lieferung eines LKWs, der zwei Hänger voll Sandgemisch vor dem Kitator abkippte.
Unser Plan? Wir wollten am folgenden Tag dem Berg mit Schaufeln und Schubkarren zu Leibe rücken und aus ihm eine kleine Hügellandschaft in unserem Garten formen. Vielen erschien dieses Vorhaben utopisch.
Das Wetter passte perfekt zum vorhaben – die Luft war knackig und der Himmel blau. An der Umsetzung dieses Projektes beteiligten sich Kinder und Eltern, unsere Landschaftsarchitektin Frau Wunderlich sowie das gesamte Team der Kita Baumgeister.

Es gab unermüdliche Schaufler*innen und Schubkarrenschieber*innen, die Hand in Hand mit den  Sandverteiler*innen und -festtrampler*innen arbeiteten. Dazwischen wuselten Minilasterfahrer und kleine Schubkarrenschieber*innen, welche eine nicht unerhebliche Menge Sand vom Kitazaun in den Garten bewegten.

Nachdem wir den ersten Haufen abgetragen hatten, kam der LKW vom Vortag erneut vorbei und lud noch eine Fuhre ab. Danach war aber Schluss! Stolz können wir sagen, dass wir an diesem Tag gemeinsam 50 Tonnen Sand bewegt, verteilt und modelliert haben!

Die Zaunslatten, welche wir als Schutz zum neuen Baugrundstück nebenan anbringen wollen, wurden an diesem Tag ebenfalls mit Leinölfirniss behandelt. Abschließend bepflanzten wir unseren neu angelegten Schlängelpfad mit Blumen, Stauden, Kräutern, Büschen und Naschpflanzen. Nun ist dieser Bereich im Garten erstmal stillgelegt, damit die Erde sich setzen kann, die Pflanzen anwachsen und wir im nächsten Frühjahr zwischen Bienen, Blumen und Schmetterlingen auf Entdeckungsreise gehen können.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen kleinen und großen Helferinnen und Helfern, hoffen, dass der Muskelkater schnell vergangen ist und freuen uns auf die nächsten Aktionstage hin zu einem naturnahen Garten!

Neue Ausbildung zur/m ehrenamtlichen Telefonberater*in beginnt

Die Beratungstelefone, das „Kinder- und Jugendtelefon“ sowie das „Elterntelefon“, des Deutschen Kinderschutzbundes OV Dresden e.V. suchen Verstärkung. Voraussetzung für dieses Ehrenamt ist Ausbildung, welche im Januar 2020 beginnt.

Bei einem Informationsabend am Dienstag, 12.11.2019 um 17.00 Uhr, im Konferenzraum der Geschäftsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes, OV Dresden e.V. (Pfotenhauer Str. 45, 1. Etage), erfahren Interessierte mehr über die Ausbildungsinhalte und die ehren­amtliche Mitarbeit an den Beratungstelefonen. Um Anmeldung wird gebeten!

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Projektkoordination der Beratungstelefone des Deutschen Kinderschutzbund OV Dresden e.V.  unter 03 51 – 4 56 93 32 oder schreiben Sie eine E-Mail an: elterntelefon@dksb-dresden.de

Infos zum Projekt finden sie: hier

Bericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Bericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention:
Kinderrecht auf soziale Sicherung wird in Deutschland verletzt – Kinderarmut weiter hoch

Berlin, 22.10.2019. Es ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land: Der heute veröffentlichte Bericht der National Coalition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland stellt fest, dass das Recht des Kindes auf ein Aufwachsen in sozialer Sicherheit in Deutschland nicht ausreichend gewährleistet ist.

Trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosigkeit steigt die Kinderarmut seit Jahren an. Aktuell leben etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche von staatlichen Leistungen, darunter mehr als 1,6 Millionen Kinder, obwohl ihre Eltern erwerbstätig sind. Etwa 40% der Alleinerziehenden und 30% der Familien mit mehr als drei Kindern sind arm. „Es ist und bleibt ein Skandal, dass die Bundesregierung diese alarmierenden Zahlen ignoriert und stattdessen weiterhin ein offensichtlich nicht-funktionierendes System mit Stellschrauben-Politik zu reparieren versucht“, kritisiert Hilgers.

Der Kinderschutzbund fordert die Bundesregierung erneut zur Einführung einer eigenständigen, unbürokratischen Kindergrundsicherung auf. DKSB-Präsident Hilgers: „Die Konzepte für ein solches Modell liegen vor. Auch der Kinderschutzbund hat dazu mehrfach Vorschläge gemacht. Nur mit einer neuen Leistung, die tatsächlich dem kindlichen Bedarf entspricht und auch bei allen Kindern direkt ankommt, können wir Kinderarmut nachhaltig bekämpfen.“

Ursachen und Folgen von Kinderarmut sind seit Jahren bekannt, die Realität zeigt jedoch: Bei den von Armut betroffenen Familien kommt von der Vielzahl staatlicher Fördermaßnahmen nicht genügend an. Zu bürokratisch und stigmatisierend ist die Familienförderung in Deutschland. Kinderarmut ist Bildungsarmut. Und die führt dazu, dass aus Kinderarmut oft Arbeitslosigkeit und später auch Altersarmut wird.

Die National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ist ein Zusammenschluss von 101 Organisationen und Verbänden zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Die Vereinten Nationen haben die Kinderrechtskonvention vor 30 Jahren verabschiedet. Deutschland hat die Konvention 1992 ratifiziert. Seitdem berichtet die Bundesregierung regelmäßig über die Umsetzung der Konvention, zuletzt am 4. April 2019.

Die PM finden Sie hier zum Download.

Ein Rad ohne Rad ist kein Rad!

So ein Loch im Fahrradschlauch kann einen schon zur Verzweiflung bringen -doch nicht die Besucher*innen des Jugendhaus Eule! Letzte Woche wurde aus der Werkstatt des JH im Handumdrehen eine Fahrradwerkstatt mit tüchtigen Handwerkern, die wissen was in einem solchen Fall zu tun ist. Mit Rad und Tat ging es dem Loch im Schlauch an den Kragen. Im Rad ausbauen macht ihnen keiner was vor und das Loch im Schlauch ist im Wasserbad auch sofort gefunden. Mit dem Reparaturset können kleine Löcher schnell geflickt werden, ohne gleich einen neuen Schlauch kaufen zu müssen. Und schon am nächsten Tag war das Rad wieder startklar, nachdem die Jungs es in 1-2-fix wieder eingebaut hatten. Klasse gemacht und nochmal ein großes Lob an die zwei Fahrrad-Experten!
Hast du auch etwas zum Reparieren? Bei uns gibt es allerhand Werkzeuge und Materialien zum Basteln, Schrauben, Hämmern und Kreativ-Werden. Und die Eulen unterstützen euch gerne bei euren Vorhaben.

Wie man den Grusel einkocht…

Fliegendreck und Spinnenbein,
kommt alles in die Suppe rein.
Monsterschleim und Mückenhaar,
oh das wird ganz wunderbar.
Glibberschleim wird reingerührt
und zum Kosten vorgeführt.

1,2,3 der Gruselbrei – alle Kinder schnell herbei.
Wer das Zeug nicht kosten will, sag es laut und sei nicht still.
Gibt auch anderes, ist doch klar.
Kürbissuppe – wunderbar.

Am 30.10.2019 ist es wieder soweit. Schon zum dritten Mal verwandelt sich die Küche der Mareicke in ein Grusellabor und lehrt den Besucher*innen das kulinarische Fürchten.  In liebevoller Handarbeit bereiten die Kids zusammen mit dem Team-Mareicke Speisen und Getränke zu, die nicht nur schmecken sondern auch schön schaurig anzusehen sind. Die Vorbereitungen starten am Montag, den 28.Oktober. Am Dienstag folgt dann der Mareicke-Kürbisschnitzwettbewerb welcher uns auch die Grundzutat für unsere Suppe bietet. Mittwoch laden wir dann zum gruseligen Gaumenschmaus der selbst Dr. Frankenstein neidisch machen würde.