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Zentrale Prioritäten für Kinder und Jugendliche im Doppelhaushalt 2027/2028

Der Kinderschutzbund Landesverband Sachsen setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden für ein sicheres Aufwachsen und echte Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen ein. Grundlage unseres Handelns ist die Stärkung von Kinderrechten, von Prävention und die Gestaltung von verlässlichen Unterstützungsstrukturen.

Die zeitgemäße Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe ist eine bundes- und landerechtlich geregelte Pflichtaufgabe des Landes und der Kommunen. Der Eckwertebeschluss der Staatsregierung1 vom Mai 2026 sowie der Regierungsentwurf des Doppelhaushaltes (DHH) 2027/28 des Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS)2 im Juli 2026 senden wichtige und durchaus positive Signale. Doch entscheidend ist, ob die bereitgestellten Mittel tatsächlich bei Kindern, Jugendlichen und Familien ankommen. Denn: ein reiner Budgeterhalt bedeutet angesichts steigender Kosten faktisch eine Kürzung – mit direkten Folgen für Angebote, Personal und Erreichbarkeit. Diese Entwicklung trifft auf eine ohnehin angespannte Lage:
• In Sachsen besuchen rund 311.949 Kinder in Kindertageseinrichtungen, die Zahlen sinken jedoch deutlich.
• Gleichzeitig nimmt die Zahl der Fachkräfte bereits ab (−2,4 % im Jahr 2025).
• Die soziale Ungleichheit steigt dennoch stetig: rund jedes sechste Kind wächst in Armut auf.
Die Folgen sind bereits spürbar: Unterstützungsbedarfe bleiben häufiger ungedeckt, Hilfesysteme geraten unter Druck und Angebote brechen weg.

Investitionen in Kinder und Jugendliche sind keine freiwilligen Leistungen – sie sind eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit.

Das gesamte Positionspapier finden Sie hier.